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Donnerstag, 18.04.2019

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Oliver Boberg erhält Kulturpreis

Die Auszeichnung geht an den international renommierten bildenden Künstler - 27.05.2009

Akribischer Maler, Fotograf und Modellbauer: Oliver Boberg. © Thomas Scherer


Die Entscheidung traf vor wenigen Tagen das Kulturpreis-Kuratorium, die Zustimmung im Stadtrat erfolgt vor der Sommerpause. Kulturförderpreisträger wird es in diesem Jahr nicht geben.

Boberg, der den Förderpreis 2001 erhielt, zählt zu den renommierten jüngeren Künstlern der Bundesrepublik. In der Metropolregion ist kein Künstler gegenwärtig derart eingebunden in das internationale Ausstellungsgeschehen. Der Westfale und ehemalige Meisterschüler Hans-Peter Reuters stellte unter anderem aus in Rotterdam, Amsterdam, Madrid, San Sebastian, New York, Washington, Chicago, Shanghai und Peking.

Als akribischer Maler hat Boberg - er lebt in Fürth und hat sein Atelier von der Kleeblattstadt nach Nürnberg verlagert - einen ungewöhnlichen Weg beschritten, bei dem er etwa unwirtliche öffentliche Räume wie leere Passagen, Rohbauten und kahle Unterführungen fotografiert, aus diesen Fotos ein Substrat zieht und dann diesen Prototyp baut und bemalt. Einige dieser Modelle von «Unorten« zeigte die kunst galerie fürth 2005 unter dem Titel «Der verstellte Blick«. Soeben hat Boberg eine neue Serie von großen Computerzeichnungen veröffentlicht, die sich mit dem Thema Slums beschäftigen. Dazu sind wieder die Modelle entstanden.

Ihren großen Kulturpreis - der nicht zu verwechseln ist mit den Kulturförderpreisen - vergibt die Stadt in unregelmäßigen Abständen. Boberg folgt auf Schriftsteller Ewald Arenz, der 2007 zu Ehren kam. Erster Preisträger war Komponist Werner Heider 1970. In der Sparte Bildende Kunst ist Boberg nach Atsuko und Kunihiko Kato (1993), Johann Helmut Schmidt-Rednitz (1996) und Ortwin Michl (2002) erst der vierte und insgesamt der zehnte Preisträger. Dem Preiskuratorium gehören Kulturreferent Karl Scharinger an, Stadttheater-Intendant Werner Müller, Kunstgalerie-Leiter Hans-Peter Miksch, Stadtarchivarin Sabine Brenner-Wilczeck, Musikschulleiter Robert Wagner sowie Vertreter der Kulturringe und sechs Stadträte.

Der Festakt zur Verleihung findet am 27. November im Stadttheater statt.MATTHIAS BOLL 

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