Sonntag, 31.05.2020

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Ostern in Fürth: Digitale Angebote der Kirchen im Überblick

Die Feiertage werden diesmal mit ungewöhnlichen Ideen begangen - 10.04.2020 11:00 Uhr

Ältere Menschen in der Fürther Südstadt, die eigentlich das Seniorenabendmahl in St. Paul besucht hätten, dürfen sich trotz der Absage der Osterfeierlichkeiten freuen: Die Gemeinde schickt ihnen die Hostien mit der Post zu. © Foto: Caroline Seidel/dpa


Hostie im Briefumschlag: Das Seniorenabendmahl in St. Paul entfällt, dafür erhalten alle Senioren Post von ihrer Kirchengemeinde. Sie haben einen besonderen Inhalt: Jeder Umschlag enthält eine Hostie "als Zeichen der Gemeinschaft". Denn das Abendmahl soll trotz allem gemeinsam gefeiert werden.

Offene Kirchen und Videoclips: Offene Kirchen in allen Gemeinden - in den evangelischen wie katholischen - sollen die Besucher dazu inspirieren, mit Musik, Texten und Kerzen Ostern eigenständig zu begehen. Auf den Internetseiten der Gemeinden - Links zu den Webseiten gibt es auf www.fuerth-evangelisch.de - sind die Angebote beschrieben. Auf der jeweiligen Seite der Gemeinde finden sich häufig für jeden Festtag Videoclips mit einem Gottesdienst-Impuls des eigenen Pfarrers oder die Predigten vom Ortspfarrer zum Herunterladen, gerne werden sie auf Wunsch nach Hause geschickt. Einfach vorher im Pfarramt anrufen, so handhabt es zum Beispiel der Veitsbronner Pfarrer Johannes Meisinger mit seinem Angebot. Auch St. Peter und Paul in Fürth bietet Video-Impulse. Und bittet die Gemeindemitglieder, Blumen mitzubringen und so gemeinsam das Kreuz zu schmücken.

Einzelheiten zu den katholischen Pfarrgemeinden findet man unter www.fuerth-katholisch.de. Dort gibt es auch biblische Lesungen, gesprochen von Regine Schramm, geistliche Orgelmusik mit Andreas König an der Orgel in St. Heinrich, Video-Kurzansprachen unter dem Titel „Weil es wichtig ist“ von Dekan André Hermany sowie Texte und Impulse zu den Ostertagen.

Eine Auswahl an Online-Andachten: Videoclips gibt es zum Beispiel unter www.jakobus-online.de, Predigten dazu als Andachtsblatt in der Kirche. In Cadolzburg wird der Ostergottesdienst aus dem Wachendorfer Gemeindehaus übertragen, mehr dazu unter www.cadolzburg-evangelisch.de. St. Martin in Fürth zeigt die Osternacht live ab 5 Uhr. Langenzenn hat Videos auf dem YouTube-Kanal der Pfarrei, auch die Gemeinde Veitsbronn-Obermichelbach bestückt einen eigenen YouTube-Kanal. Von den katholischen Gemeinden bietet zum Beispiel St. Heinrich in Fürth eine "Online-Feier" am Sonntag an, unter www.st-heinrich-fuerth.de

Osterbrunnen: Vor St. Paul etwa gibt es einen Osterbrunnen, den Besucher im Lauf der Woche gestalten und schmücken können – mit Ostereiern, Mutmachgeschichten, Basteleien und Bildern.

Glockenläuten und Kerzeninsel am Karfreitag: Nach den Worten von Dekan Jörg Sichelstiel ist der Karfreitag in diesem Jahr noch mehr als sonst ein Tag der Besinnung. Deshalb läuten die Glocken nicht mit vollem Klang. In St. Michael wurde sie um 10 Uhr nur mit einem Hammer geschlagen, ebenso wird es zur Sterbestunde Jesu um 15 Uhr sein.

Die Kirche St. Michael ist geöffnet, der Altar schmucklos, Blumen und Kerzen wurden entfernt. Die Christusstatue, die den Auferstandenen zeigt, ist mit einem schwarzen Tuch verhängt. Ein im Kindergottesdienst gebastelter großer Stein erinnert daran, dass Jesus in einem Felsengrab bestattet wurde, das mit einem Stein verschlossen wurde. Außerdem ist eine Kerzeninsel aufgebaut. Gläubige können für die eigene und die Not anderer eine Kerze anzünden. "Das Leid hat Raum in der Kirche. Aber auf das Leid fällt schon Licht", sagt Sichelstiel dazu.

Musikalische Grüße: Auch Kirchenmusikdirektorin Ingeborg Schilffarth hatte anders geplant: Für die Gestaltung der Osternacht und das Konzert am Karfreitag zur Todesstunde in St. Michael wurde schon lange vorher geprobt. Jetzt gibt es stattdessen sechs musikalische Grüße aus der Fürther Altstadtkirche auf der Internetseite www.stmichael-fuerth.de durch die Karwoche bis Ostern – von Psalm 23 (Gesang) über Orgelmusik und Streichermusik bis zu den Trompeten auf dem Turm.

Osterkerzen zum Mitnehmen: Am Ostersonntag entzündet Pfarrer Benedikt Bruder in der Poppenreuther Kirche St. Peter und Paul um 5.30 Uhr die Osterkerze. Ein Holzkreuz steht vor dem Altar, Besucher sind eingeladen, dieses am Ostersonntag mit mitgebrachten Blumen und frischem Grün zu schmücken. Osterkerzen zum Mitnehmen gibt es im Altarraum, jeder kann in den evangelischen Kirchen eine Kerze am Osterlicht entzünden und mitnehmen. Auch in den katholischen Kirchen gibt es kleine Osterkerzen, die die Gläubigen mit nach Hause nehmen können. Außerdem liegt Material zum Abholen aus: Texte, Gebete, Anregungen, für Kinder auch Malvorlagen.

Mitmachaktion: St. Markus in Oberasbach hatte zu einer Mitmachaktion über Facebook @stmarkusoas aufgerufen. Die Ergebnisse lassen sich am Ostersonntag ab mittags auf auf einem Spaziergang an der Kirchentür von St. Markus bewundern. Informationen gibt es auf www.st-markus-oberasbach.de

Osterspaziergang: Die Auferstehungskirche, St. Martin, St. Michael, die Evangelisch-methodistische Kirche und die katholische Kirche Unsere Liebe Frau laden in Fürth zu einem Osterspaziergang ein. Jede der Kirchen gestaltet eine Station im eigenen Gotteshaus und eine Station im Freien. Man kann von Ort zu Ort spazieren. Es gibt weder Zeitplan noch einen aufeinander aufbauenden Ablauf. Ostersonntag und -montag bleiben die Stationen aufgebaut. Auch für Kinder gibt es dort etwas zu entdecken. Informationen liegen in allen Kirchen aus und sind auf den Webseiten der einzelnen Gemeinden zu finden.

Post für Kinder: Die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätten und des Kindergottesdienstes bekommen Post mit der biblischen Ostergeschichte, einer Andacht für Eltern und Kinder, einem Schokohasen, Kresse-Samen und einer Bastelanleitung für ein Kresse-Ei.

Osterbriefe: Unter anderem in Cadolzburg und St. Stephanus/Oberasbach verschicken die Pfarrer Osterbriefe an Gemeindeglieder, andere telefonieren mit denen, die alleine leben und die Begegnungen während der Gottesdienste wohl vermissen werden.

Mutmachtelefon“: Unter Tel. (0911) 9 71 35 90 gibt es stärkende Worte. Anrufen kann, wer Zuspruch braucht. Auf Anrufbeantworter spricht die katholische Seelsorgerin Regine Schramm regelmäßig Texte von etwa drei Minuten auf.

 

fn

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