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Panama Papers: Gebürtiger Fürther gründete Kanzlei

Prominente sollen Geld in Briefkastenfirmen von Mossack Fonseca versteckt haben - 04.04.2016 08:39 Uhr

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Panama Papers: Nürnberger sind wenig überrascht

Die Veröffentlichung der Panama Papers schlägt große Wellen. In einer Umfrage loben die Nürnberger die Arbeit der Journalisten, die den Finanz-Skandal aufdeckten. Hinsichtlich der Konsequenzen sind sie unterschiedlicher Meinung.


Die Kanzlei ist in Belize, den Niederlanden, Costa Rica, Großbritannien, Malta, Hong Kong, Zypern, den Britischen Jungfern-Inseln, Bahamas, Panama, Anguilla, Seychellen, Samoa und den US-Bundesstaaten Nevada und Wyoming tätig.

Mossack Fonseca bietet zudem Rechtsberatung unter anderem in den Bereichen Finanzen, geistiges Eigentum und öffentliche Ausschreibungen an. Außerdem setzt die Kanzlei Treuhandfonds und private Stiftungen auf und verwaltet sie.

Gegründet wurde die Kanzlei 1977 von dem deutschstämmigen Rechtsanwalt Jürgen Mossack. Er wurde 1948 in Fürth geboren und wanderte nach Informationen der Süddeutschen Zeitung bereits als Kind mit seiner Familie nach Panama aus. 1986 tat er sich dann mit dem Panamaer Ramón Fonseca Mora zusammen. Der Anwalt, Schriftsteller und Politiker war bis vor kurzem Berater von Staatschef Juan Carlos Varela. Wegen Ermittlungen gegen Mossack Fonseca in Brasilien lässt er seine Beratertätigkeit derzeit ruhen.

In internationaler Recherchearbeit haben etliche Medien dubiose Finanzgeschäfte immensen Ausmaßes aufgedeckt. Über Briefkastenfirmen hätten Spitzenpolitiker, Geschäftsleute, Kriminelle, Sportstars und andere Prominente über Jahre Geld versteckt, berichteten die Süddeutsche Zeitung und mehr als 100 andere Medien unter Berufung auf ein riesiges Datenleck bei der Kanzlei in Panama. Die dortige Regierung versprach volle Kooperation bei Ermittlungen zu dem Skandal.

 

dpa

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