Pestalozzischule: Der neue Anbau kommt an

3.12.2020, 06:00 Uhr
Nach langem Warten ist man an der Pestalozzischule wieder glücklich: Der Anbau ist fertig. Laut Baureferentin Christine Lippert hat man sich mit eineinhalb Jahren Bauzeit an den vorgesehenen Zeitplan gehalten.

© Armin Leberzammer Nach langem Warten ist man an der Pestalozzischule wieder glücklich: Der Anbau ist fertig. Laut Baureferentin Christine Lippert hat man sich mit eineinhalb Jahren Bauzeit an den vorgesehenen Zeitplan gehalten.

Endlich Platz für mehr Klassen, für Betreuung und für eine Mensa: Seit Mitte Oktober ist der Anbau an der Grund- und Mittelschule Pestalozzistraße von Lehrern und Schülern in Beschlag genommen. Am Mittwoch hat sich die Stadtspitze die über fünf Millionen Euro teure Investition angesehen.


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"Wir haben lange darauf gewartet, aber jetzt sind alle Schmerzen vergessen", sagte Schulleiter Thomas Bauer über das Gebäude, das seit Juni 2019 neben dem ehrwürdigen, 115 Jahre alten Schulhaus in Modulbauweise errichtet worden war. Neben der Mensa samt Küche gibt es darin 13 Räume für Klassen- und Fachunterricht, ebenso für die Nachmittagsbetreuung und den "Lese-Club".

Für Bürgermeister und Schulreferent Markus Braun steht der Anbau beispielhaft für vergleichbare Projekte an anderen Schulstandorten in der Stadt, weil er in relativ kurzer Zeit errichtet wurde und so Kapazitätsengpässe lindern konnte. Angesichts weiter steigender Schülerzahlen komme die Stadt nicht umhin, hier weiter zu investieren. Alleine für die Grund- und Mittelschule Pestalozzistraße wird laut Schulreferat bis 2025 ein Anstieg von derzeit 342 auf dann 422 Mädchen und Buben prognostiziert.

"Ein echter Lichtblick in diesen Corona-Zeiten", findet Schulleiter Bauer, "und wenn im Frühjahr die Außenanlagen fertig sind, wird das hier ein wirkliches Kleinod." Kollegium und Schüler hätten sich rasch eingelebt, bisherige Provisorien in wenig geeigneten Räumlichkeiten wurden ersetzt: "Unsere Lernwerkstatt beispielsweise war vorher im Keller, aber in den Keller gehören Kartoffeln, keine Schüler", betonte Bauer.

Fassade macht noch Probleme

Während Oberbürgermeister Thomas Jung auf den neuen Haushalt verwies – "jeder zweite Euro geht in Bildung und Kinder" –, bezeichnete Baureferentin Christine Lippert den Anbau als "technisch innovativ, aber trotzdem grundsolide gebaut". Probleme bereitet ihren Worten zufolge noch die Fassade, wo die beauftragte Firma "in der Ausführung mangelhaft gearbeitet hat". Im schlimmsten Fall müsse die Verkleidung komplett ausgetauscht werden, was auf den laufenden Schulbetrieb jedoch keine direkten Auswirkungen haben soll.


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Wetterbedingt ruhen derzeit die Arbeiten an den Außenanlagen. Dort wird statt der vorherigen "wenig gepflegten Rasenfläche" (Lippert), ein Allwetterplatz, ein Spielbereich mit zum Teil neuen Geräten und ein rund 150 Quadratmeter großer Blühstreifen entstehen. Außerdem werden 13 Großbäume gepflanzt.

Mit rund eineinhalb Jahren Bauzeit und Kosten von 5,4 Millionen Euro lag der Anbau im avisierten Zeit- und Kostenrahmen, so die Baureferentin.

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