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Polizei gewährt Einblick in den Sporttest

Beim 3. Marathon zum Welt-Down-Syndrom-Tag können Besucher Teile des Prüfungsparcours ausprobieren - 13.03.2013 22:00 Uhr

So müssen Sit-ups aussehen: Kathrin Billmann von der Jugendarbeitsgruppe der Polizeiinspektion Fürth demonstriert, wie der Oberkörper ohne Schwung so aufgerichtet wird, dass die Ellenbogen die Knie berühren. Wer das oft genug schafft, der wird beim sportlichen Einstellungstest der Polizei mit der Note Eins belohnt. © Seilkopf


Ohne geht es nicht: Wer zur Polizei will, muss in einem Test Kraft, Ausdauer, Koordination und Beweglichkeit unter Beweis stellen. Tatsächlich scheitern an dieser Hürde relativ viele der jungen Menschen, die von einer Karriere bei der Polizei träumen.

Durchschnittlich acht Bewerber kamen im vergangenen Jahr auf einen der 1160 Ausbildungsplätze in Bayern. Laut Nadine Kaiser-Reichelt, Einstellungsberaterin der Fürther Polizei, ist der Sporttest erfahrungsgemäß für ein Drittel der Bewerber zu anspruchsvoll: „Die Teilnehmer unterschätzen einfach die Schwierigkeiten der oft ungewohnten Bewegungen.“

Die meisten Probleme gebe es beim Springen über die Kleinbank. Sprungtraining, Wedelsprünge und Skigymnastik werden zur Vorbereitung auf diesen Test empfohlen. Für die Mädchen sei oft auch das Bankdrücken ein schwieriger Kraftakt – 45 Prozent des eigenen Körpergewichts müssen mit den Armen gestemmt werden. Männer müssen sogar 60 Prozent ihres Gewichts bewältigen. Auf die korrekte Ausführung wird besonders bei den Sit-ups geachtet; für eine Eins müssen Frauen 23, Männer 26 schaffen. Immerhin die Note Vier bekommt, wer 13 bzw. 14 Sit-ups zeigen kann — freilich ohne Schwung zu nehmen. „Die sportlichen Anforderungen sind hoch, durch gezieltes Training aber gut zu schaffen“, sagt Kaiser-Reichelt. In einer Spartensportart gut zu sein, das allein genüge nicht. Sie empfiehlt, sich zehn bis zwölf Wochen lang gezielt auf alle sechs Prüfungsteile vorzubereiten, zu denen auch Schwimmen gehört. Dann seien die Chancen gut, die erforderliche Gesamtnote von mindestens 4,5 zu schaffen.

Die Ausdauer und die eigene Fitness bei Sit-ups, Kleinbankspringen und Pendellauf können Interessierte am Sonntag auf dem Testparcours ausprobieren. Auch der so genannte Cooper-Test, bei dem in zwölf Minuten möglichst viele Runden gelaufen werden müssen, soll am Rande des Marathons absolviert werden können. Der sportliche Parcours wird zwischen 9 und 15 Uhr geöffnet sein.

„Wir unterstützen die Aktionen rund um diesen Tag gern mit einem zusätzlichen sportlichen Angebot“, sagt Fürths Polizeichef Peter Messing, der Interessierte und mögliche Bewerber einlädt, sich an den Geräten auszuprobieren.

Schutz vor Fahrraddieben

Bei der Veranstaltung im Südstadtpark ist die Polizei noch an zwei anderen Stellen aktiv: Zum einen geht erneut eine Staffel der Polizeiinspektion Fürth beim Marathon an den Start. Zum anderen stehen Kollegen mit einem Infostand für Fahrradsicherheit vor dem Haupteingang der Grünen Halle. Dort können Besucher ihre Fahrräder zum Schutz vor Dieben registrieren lassen: Die Räder erhalten dabei eine Nummer und einen Aufkleber auf den Rahmen, der Langfinger abhalten soll. Voraussetzung ist allerdings, dass der Kaufbeleg mitgebracht wird. Zum Hintergrund: Wie in anderen Großstädten ist auch in Fürth die Zahl der Fahrraddiebstähle stark gestiegen. Die Registrierung erleichtert es, gestohlene Fahrräder zu finden.

Der Stand wird direkt vor dem Haupteingang der Grünen Halle aufgebaut und ist ausschließlich über die Flößaustraße und die Krautheimerstraße zu erreichen. Der Südstadtpark ist am Veranstaltungstag für Radfahrer gesperrt, damit es keine Konflikte mit den Läufern gibt.

Antje Seilkopf

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