Donnerstag, 09.04.2020

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Prominenter Gast: Claudia Roth unterstützt Fürths Grüne

Mit einer Diskussionsrunde startete der Kreisverband in den Kommunalwahlkampf - 13.01.2020 15:56 Uhr

Mit ihren Ausführungen zur Klimakrise, aber auch zu den Themen Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit traf Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth den Nerv ihrer Zuhörer in der vollbesetzten Babylon-Diele. © Hans-Joachim Winckler


Am Abend zuvor hatte Claudia Roth noch in Berlin an der Party zum 40-jährigen Bestehen ihrer Partei teilgenommen. "Wer hätte damals gedacht, dass es uns heute noch gibt und wir so spießig sind, dass sogar der Bundespräsident als Festredner zu uns kommt", sagte sie launig. Was ihre Partei so stark gemacht habe, sei, dass sie von Menschen aus den unterschiedlichsten Bewegungen gegründet wurde und sich stets an den vier Grundsätzen "ökologisch, sozial, gewaltfrei und basisdemokratisch" orientiert habe. Und das sei heute wichtiger denn je, meinte Roth mit Blick auf die weltweite Klimakrise, die sich aktuell mit den Buschbränden in Australien und den Auswirkungen in Ländern wie Bangladesch augenfällig zeigt: "Die ökologische Frage ist eine Überlebensfrage."

Längst sei, so Roth, die Klimakrise aber auch bei uns greifbar: In Franken litten die Bauern an der massiven Trockenheit, Städte wie Würzburg machten sich intensiv Gedanken, wie sie den nächsten Hitzesommer bewältigen können. Der Fürther OB-Kandidat Kamran Salimi kann seiner Parteifreundin da nur beipflichten: Der Klimanotstand werde von der Mehrheitsfraktion im Fürther Stadtrat noch immer negiert, obwohl in Stadeln bereits "ein ganzer Wald" gestorben sei. Außerdem kritisierte er, dass bei der Planung für die Neubauten zweier Gymnasien ökologische Standards so gut wie keine Rolle spielten.

Salimi setzt darauf, am 15. März die absolute Mehrheit der SPD im Stadtrat zu knacken – am liebsten würde er Oberbürgermeister Thomas Jung in der Stichwahl sehen. Rückendeckung erhielt er von Claudia Roth, die sich nach den positiven Ergebnissen der letzten Zeit "total auf diesen Kommunalwahlkampf" freut: "Ich hoffe, dass wir die Rathäuser rocken."

HANS-JOACHIM WINCKLER

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