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Donnerstag, 27.06.2019

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Puschendorf hat ein Herz für Vegetarier

Ausgelöffelt: Heimatverein serviert beim Suppenessen auch fleischlos - 14.01.2019 05:59 Uhr

Über mangelnden Andrang konnte Koch Konrad Schmotzer nicht klagen. © Foto: Ralf Jakob


Neujahrswünsche in gereimter Form, dazu ein Mundartgedicht mit typisch fränkischer Verhaltensweise bei der Arbeitsteilung: Das servierte Vereinsvorstand Wolfgang Kistner vor dem Essen, und dann gab es kein Halten mehr. Die traditionelle fränkische Kartoffelsuppe mit viel Gemüse und Majoran sowie geräuchertem Fleisch wollte verzehrt werden, bevor sie kalt wurde im großen Suppentopf.

Heuer konnte Gastwirt und Koch Konrad Schmotzer als "echte Innovation" auch eine fleischlose Variante seiner Eigenkreation per Schöpfkelle an die Gäste verteilen. Da nur der erste Teller Suppe zu bezahlen, der Nachschlag aber frei ist, langten alle Besucher kräftig zu und ließen sich das einfache Essen schmecken. Dazu wurden an jedem Tisch frische Baggers — mit oder ohne Apfelmus serviert.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Abends im großen Schmotzer-Saal ist das gemeinsame Betrachten eines Fernsehbeitrags aus dem vergangenen Jahr, den der stellvertretende Heimatvereinsvorsitzende Werner Rohrhirsch aussucht und vorführt. Wer sich angesichts des Filmtitels "Reise nach Tschechien" anfangs noch fragte, was das Ganze mit der fränkischen Heimat zu tun haben mochte, stellte seine Zweifel bald zurück. Denn auch im Nachbarland wird ein "kleines Bier in einem großen Bierglas" genauso wie in ganz Franken "Schnitt" genannt. Ganz unvermittelt entstehen so selbst in der Fremde geradezu heimatliche Gefühle, die bei dem einen oder anderen Gast gleich so etwas wie Reiselust weckten. 

Ralf Jakob

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