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Puschendorf startet den Wahlkampf

Freie Wähler und neue Vereinigung präsentieren Bürgermeisterkandidaten - 09.04.2019 05:50 Uhr

Tritt als „Bürger für Puschendorf“ an: Dieter Glaser (56). © Foto: Jakob


Die neugegründete Wählervereinigung "Bürger für Puschendorf" sowie die Freien Wähler haben mit der Präsentation ihrer Bürgermeisterkandidaten den Kommunalwahlkampf eröffnet: Dieter Glaser (56) tritt als unabhängiger Kandidat und Alexander Dörr (48) als Kandidat der Freien Wähler für das höchste politische Amt im Ort an. Sowohl die CSU als auch die SPD, die seit 1972 den Bürgermeistersessel im Rathaus besetzten, können noch keinen eigenen Kandidaten präsentieren, lassen die Vorsitzenden der beiden Parteien auf Anfrage der FN verlauten.

Als kaufmännischer Mitarbeiter in der Gemeindeverwaltung kennt Glaser alle Aufgaben, die mit dem Amt des Bürgermeisters verbunden sind, "seit 23 Jahren aus nächster Nähe", wie er von sich selbst sagt. Er will "stets ein offenes Ohr für die Bürger haben und sich dabei um jedes Anliegen verantwortungsvoll kümmern".

Um frischen Wind von außen in den Gemeinderat zu bringen, hat er erst kürzlich die Wählervereinigung "Bürger für Puschendorf" gegründet, die mit einer eigenen, 14 Personen zählenden Liste zur Gemeinderatswahl antreten möchte. Das Wahlgesetz schreibt in einem solchen Fall eine Nominierungsversammlung vor, bei der mindestens 60 Menschen mit ihrer Unterschrift als Unterstützer auftreten müssen.

Alexander Dörr (48) steigt für die Freien Wähler in den Ring. © Foto: FW


Ähnlich bekannt wie Glaser dürfte der Sparkassenbetriebswirt Alexander Dörr von den Freien Wählern sein. Er ist seit vielen Jahren stellvertretender Feuerwehrkommandant und langjähriges Mitglied im Posaunenchor und im Sportverein. Seit fünf Jahren sitzt er für die Freien Wähler im Gemeinderat und ist dessen jugendpolitischer Sprecher.

"Mit Alexander Dörr können wir einen anerkannten, erfahrenen und in Puschendorf bestmöglich verwurzelten Kandidaten aufbieten, der unsere Gemeinde hervorragend repräsentieren wird. Er wird den Ort in Kooperation mit dem Gemeinderat weiter voranbringen", meinte Ortsvorsitzender und zweiter Bürgermeister Stephan Buck auf der Jahresversammlung der Freien Wähler. Bei dieser Gelegenheit wurde Dörr einstimmig als Kandidat für das Bürgermeisteramt nominiert.

Die Puschendorfer CSU, die bei der Kommunalwahl 2014 für bundesweite Schlagzeilen gesorgt hatte, weil sie eine eigene Kandidatin gegen den amtierenden CSU-Bürgermeister Kistner nominiert hatte, setzt auf eine ähnliche Strategie wie ihre Parteifreunde in Nürnberg und Fürth, nämlich auf Zeit: Die CSU-Ortsvorsitzende Daniela Echelmeyer verweist darauf, dass die Kommunalwahl "ja erst im Frühjahr 2020" stattfindet.

"Wir werden wir uns in den kommenden Wochen die Zeit nehmen, unser Team zusammenstellen und es dann im Frühsommer vorstellen", teilt Echelmeyer mit. Bei der SPD laufen zwar Gespräche, "derzeit ist aber noch alles offen", sagt Klaus Fleischmann, SPD-Ortsvereinsvorsitzender und Fraktionssprecher im Gemeinderat. 

RALF JAKOB

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