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Dienstag, 20.04.2021

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Radeln für den Frieden: Osterdemo in Fürth

Ostermarsch: Nach der Kundgebung im Stadtpark brachen rund 60 Radler nach Nürnberg auf - 05.04.2021 17:06 Uhr

Erstmals im Einsatz: Die Polizei begleitete die Demonstrierenden auf ihrem Weg nach Nürnberg mit eigenen Dienstfahrrädern und in neuer Radlermontur.

05.04.2021 © Foto: Hans-Joachim Winckler


"Ein Lockdown für die Rüstung ist dringender den je", sagte Fritz Wittig vom Fürther Friedensforum. Zwar verdränge die Corona-Pandemie andere Themen, sie verhindere aber nicht die Aufrüstung, den fortschreitenden Klimawandel und den Rohstoffhunger der Wirtschaft.


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Dem Ziel der Bundesregierung, zwei Prozent des Bruttosozialprodukts für die Rüstung auszugeben, erteilte er eine klare Absage. Jeder Euro, der beim Militär gespart werde, sei gut für die Umwelt, erhöhe die Sicherheit und die Lebensqualität. Wittig warnte davor, dass die explosive Lage in der Ukraine oder in Myanmar zu neuen Stellvertreterkriegen um Einfluss und Macht führen könnten. Wie andere Redner auch forderte er, dass die Bundesregierung den Atomwaffenverbotsvertrag ratifiziert.

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Als Vertreterin von Families for Future verwies Katrin Valentin darauf, dass Klimaschutz auch Friedensarbeit sei. "Krieg beutet immer Menschen aus." Und Ausbeutung sei die Wurzel allen Übels, die zur Klimakatastrophe geführt habe. "Weil wir ohne Rücksicht auf Ökosysteme mehr nehmen als wir eigentlich zum Leben bräuchten, haben wir uns selbst in diese Situation manövriert."

Klare Ansage: Die Kundgebungsteilnehmer forderten unter anderem den sofortigen Rüstungsstopp. Jeder Euro, der beim Militär gespart werde, sei gut für die Umwelt.

05.04.2021 © Foto: Hans-Joachim Winckler


Nach der Kundgebung brachen rund 60 Radler und Radlerinnen auf zur Friedensfahrt nach Nürnberg. Auf ihrem Route machten sie Station vor dem Stadttheater, wo Siggi Weckerle sein Lied zur Rettung der Kofferfabrik anstimmte und Florian Friedrich von der Initiative "Fürth.Ort" für ein Bürgerzentrum in der alten Feuerwache warb. "Wir stehen für ein gemeinsames Miteinander und wollen die Stadt aktiv mitgestalten", sagte er.

Frieden vor der eigenen Haustür brauche Orte, an denen man in Kontakt komme. Olaf Höhne vom ADFC, der die Fahrt unter dem Motto "Heute ist Frieden auf unseren Straßen" gemeinsam mit dem Friedensforum veranstaltete, verwies in seinem Redebeitrag auf das Hochrüsten im Straßenverkehr, mit immer größeren Autos, aber auch mit immer schnelleren E-Bikes.

Gegen das häufig vorherrschende Recht des Stärkeren fordert er ein Umdenken hin zu mehr Rücksicht und Freundlichkeit aller Verkehrsteilnehmer: "Lächelt und seid entspannt im Straßenverkehr."

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