Räume gesucht: Fürther Frauenhaus will umziehen

13.4.2019, 08:00 Uhr
In einem Frauenhaus - das Bild zeigt eine Einrichtung in Niedersachsen - können Frauen, die zuhause Gewalt erleben, Schutz finden.

© dpa In einem Frauenhaus - das Bild zeigt eine Einrichtung in Niedersachsen - können Frauen, die zuhause Gewalt erleben, Schutz finden.

Da dem Team ein Umbau unmöglich scheint, ein Abriss mit Neubau zu aufwendig und teuer sei, kann es nur eine Lösung geben: neue Räume in der Fürther Innenstadt, die aber erst noch gefunden werden müssen.

Mit der Erweiterung geht auch ein Konzeptwechsel einher: Die bisher geheime Adresse wird aufgegeben, das neue Frauenhaus wird sich offen präsentieren. Eingegliedert werden die neue kommunal finanzierte Beratungsstelle, die im Mai ihre Arbeit aufnimmt, und die seit 2015 bestehende Interventionsstelle.

Wenn die Änderungen in einem Drei-Stufen-Plan schrittweise umgesetzt wurden, hält das Frauenhaus voraussichtlich doppelt so viele Plätze bereit. Aber selbst das wird bei weitem nicht ausreichen: "Wir haben in den letzten Jahren jeweils 140 hilfesuchende Frauen abweisen müssen, weil wir keine Kapazitäten hatten", heißt es in einer Pressemitteilung. Nun aber mache man den "Anfang für eine deutliche Verbesserung".

Bei der Jahreshauptversammlung des Trägervereins "Hilfe für Frauen in Not" haben die Mitglieder den Vorstand einstimmig bestätigt. Allerdings veränderten sich zum Teil die Posten der Vorstandsfrauen. Eva Göttlein bleibt erste Vorsitzende, ihre Stellvertreterin ist nun Susanne Colonna, die zuvor Beisitzerin war.

Die frühere zweite Vorsitzende, Birgit Schönknecht, ist Schriftführerin, die ehemalige Schriftführerin Tanja Thaler fungiert als Beisitzerin, und Martina Schemmel war und bleibt Kassiererin.

Kontakt zum Vorstand: Eva Göttlein, Telefon (01 78) 2 01 69 56.

 

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