Mittwoch, 29.01.2020

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Roßtal: Autofahrer punkten in Flensburg

Tempokontrollen zeigen Wirkung - 31.10.2019 05:58 Uhr

Schwere Zeiten für Raser: In Roßtal wird verstärkt geblitzt.

Schwere Zeiten für Raser: In Roßtal wird verstärkt geblitzt. © Wolfgang Fellner


  In dieser Zeit haben Autofahrer in der Marktgemeinde 293 Punkte in Flensburg gesammelt, außerdem wurden 32 Fahrverbote verhängt. Die Details der Auswertung erklärte Benjamin Schubert von der gemeinnützigen Gesellschaft für Kriminalprävention und Verkehrssicherheit (gGKVS) dem Bau- und Umweltausschuss. "Alle Ergebnisse, die ich bisher für Sie habe, sind mit Vorsicht zu betrachten", sagte Schubert zu Beginn seines Vortrags. "Erst nach vier bis fünf Jahren sind Tendenzen erkennbar."

Seit Sommer 2017 hat die gGKVS die Geschwindigkeit auf Roßtals Straßen insgesamt 463 Stunden lang überwacht und dabei 112 388 Fahrzeuge gemessen. Insgesamt kam es bisher zu 6684 Geschwindigkeitsverstößen, was einer durchschnittlichen Quote von fünf Prozent entspricht. "2017 lag die Quote bei 4,7 Prozent, 2018 bei 6,8 und 2019 bisher bei 5,9 Prozent", so Schubert.

Schwerpunkt Nürnberger Straße

Hauptschwerpunkt der Kontrollen war die Nürnberger Straße. Alleine dort wurden zwölf Fahrverbote verhängt, weil Autofahrer mit mindestens 31 km/h zu viel unterwegs waren. "In der Nürnberger Straße ist viel überörtlicher Verkehr unterwegs, in den Seitenstraßen kam es nicht so oft zu Verstößen", erläuterte Schubert. Eine erfreuliche Tendenz lasse sich in der Wilhelm-Löhe-Straße auf Höhe der Schule feststellen. 2017 seien hier noch 13,6 Prozent der Autos zu schnell gefahren, 2019 waren es nur noch 4,4 Prozent.

Schwierig gestaltet sich die Kontrolle in den Ortsteilen Großweismannsdorf und Buchschwabach – etwa im Feierabendverkehr, wenn auf der B 14 der Verkehrsstrom hauptsächlich nach Westen Richtung Ansbach fließt. Oft bilden sich dann Wagenkolonnen. Werden diese von einem langsameren Fahrzeug angeführt, müssen auch potenzielle Raser den Fuß vom Gas nehmen.

Insgesamt hat die gGKVS über die Zeit die Einsatzstunden pro Monat stetig erhöht. Während der fließende Verkehr 2018 noch 18 Stunden im Monat überwacht wurde, waren es 2019 schon 24 Stunden. "Generell lässt sich sagen, dass die Überwachung Wirkung zeigt", bilanzierte Schubert. "Über viele Messungen hinweg entsteht ein langfristiger positiver Effekt."

Simon Schübel

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