12°

Donnerstag, 25.04.2019

|

S-Bahn-Verschwenk: Ministerium drückt aufs Tempo

Route durch das Knoblauchsland ist für den Freistaat „alternativlos“ - 16.12.2010 16:30 Uhr

Nach dem Start des S-Bahn-Verkehrs am vergangenen Sonntag will der Freistaat den Bau der neuen Trasse Richtung Erlangen schnell vorantreiben. © Hans-Joachim Winckler


„Weitere Verzögerungen des Projekts müssen jetzt verhindert werden“, so die FDP-Politikerin. Nächster Schritt sei deshalb ein Erörterungstermin für das Vorhaben, das bereits im März des kommenden Jahres geplant ist. „Der S-Bahn-Verschwenk ist alternativlos“, beharrt die Ministerin mit Verweis auf das jüngst publik gewordene neue Gutachten (wir haben berichtet). Der von Fürth bevorzugte S-Bahn-Verlauf entlang der bestehenden Strecke nach Erlangen erreicht demnach nicht den notwendigen Nutzen-Kosten-Indikator von 1,0.

„Wenig hilfreich“

Gleichzeitig sei auch die Nutzen-Kosten-Analyse für den vom Freistaat favorisierten Verlauf der Strecke durchs Knoblauchsland aktualisiert worden. Dabei habe sich ein Indikator von 1,18 ergeben, der weiterhin ausreichend sei. Angesichts dessen hält Hessel „weitere vergleichende Untersuchungen für wenig hilfreich, da davon keine zusätzlichen Erkenntnisse erwartet werden können“.

Anders sieht das die Stadt Fürth: Am Mittwoch beschloss der Stadtrat, die vom Ministerium in Auftrag gegebene Expertise überprüfen zu lassen. Für Kritik der Kommune zeigt Hessel indes kein Verständnis. Die Stadt sei im Vorfeld der Untersuchung „im Rahmen einer Arbeitsgruppe eng eingebunden“ gewesen. Zudem habe man die Eingangsprämissen „einvernehmlich“ festgelegt. Die von der Bahn vorgelegten und nun von der Stadt angezweifelten Kostenansätze sind in Hessels Augen „aus fachlicher Sicht nachvollziehbar“.

Mehr zum Thema und zur aufgeheizten Stimmung in Fürth lesen Sie in der Freitagsausgabe der Fürther Nachrichten

 

Wolfgang Händel

Seite drucken

Seite versenden


weitere Meldungen aus: Fürth