Schelte für Zirndorfer Bürgermeister

3.3.2018, 10:00 Uhr
Die städtische Informationspolitik in Zirndorf wird heftig kritisiert.

Die städtische Informationspolitik in Zirndorf wird heftig kritisiert. © fn

Um keinen falschen Zungenschlag in ihre gemeinsame Erklärung zu bringen, betonen die Fraktionsvorsitzenden Udo Nürnberger (CSU), Wolfram Schaa (Grüne) und Marcus Baritsch (Freie Wähler) gleich eingangs ihrer Stellungnahme, dass sie die Einrichtung eines Neubürgerempfangs der Stadt begrüßen. Nur hätten sie eben auch gern darüber Bescheid gewusst. "Null und gar nix haben wir vorab erfahren, geschweige denn, dass wir eingeladen worden wären", kritisiert Wolfram Schaa das "Außenvorlassen der kommunalen Volksvertretung".

Anlass für Zwingels Kritiker, etwas grundsätzlicher zu werden in puncto städtischer Informationspolitik: Nicht zum ersten Mal enthalte der Bürgermeister dem Stadtrat wichtige Angelegenheiten vor, verweisen sie auf die Inbetriebnahme des neuen Waldkindergartens oder die Jungbürgerversammlung, von der sie ebenfalls aus den FN erfahren hätten, wie Schaa auf Nachfrage erklärt.

Zwingel zeigt kein Verständnis: Die Neubürgerversammlung verortet er im Bereich Öffentlichkeitsarbeit, und das ist "Sache des Bürgermeisters und der laufenden Verwaltung". Er habe auf möglichst niederschwelliger, zwangloser Ebene über die Verwaltung, deren Einrichtungen und Ansprechpartner informieren wollen.

"Würde ich zu den 15 Leuten aus dem Rathaus noch 30 Stadträte präsentieren, wäre das mit zu vielen Offiziellen überfrachtet, und das verschreckt die Menschen eher." Er führe auch Wirtschaftsgespräche oder Vereinsgespräche. "Sollte ich die Stadträte da etwa auch jedes Mal dazu bitten?", fragt sich Zwingel — und gibt sich die Antwort selbst: "Da fehlen mir die Worte."

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