Schöner Wohnen statt Quelle-Katalog

5.3.2012, 11:00 Uhr
Früher Quelle-Büros, bald Wohnraum: An der Ecke von Finkenstraße und Lange Straße entstehen unter Federführung der Firma Project Immobilien 24 Wohnungen und drei „Stadthäuser“.

Früher Quelle-Büros, bald Wohnraum: An der Ecke von Finkenstraße und Lange Straße entstehen unter Federführung der Firma Project Immobilien 24 Wohnungen und drei „Stadthäuser“. © Mark Johnston

Bauherr ist die Firma Project Immobilien aus Nürnberg, die in Fürth bereits unter anderem für die Bebauung des Krugmann-Areals in der Herrnstraße sowie des Sportgeländes an der Heilstättenstraße verantwortlich zeichnet.

Um nun an der Ecke Finkenstraße und Lange Straße — schräg gegenüber der ehemaligen Quelle-Hauptverwaltung — Wohnraum zu schaffen, muss der Komplex aus dem Jahr 1896 entkernt werden. Der Startschuss für diese Arbeiten ist bereits gefallen. Nach den Worten von Ringo Haritz, Geschäftsführer von Project Immobilien, sollen „bis zum ersten Quartal 2013“ zum einen 24 Eigentumswohnungen mit Flächen zwischen 50 und 105 Quadratmetern entstehen.

Zum anderen wird ein neuerer Gebäudeteil im Innenhof in drei Reihenhäuser umgewandelt, die jeweils 130 bis 150 Quadratmeter bieten sollen. Ein Drittel der Wohnungen sei bereits verkauft. Laut Haritz war in dem Komplex die Marketing-Abteilung von Quelle ansässig, der Katalog sei dort entworfen worden.

Während in der früheren Hauptverwaltung nun das Landesamt für Statistik heimisch ist, hat sich das in Fürth sehr aktive Unternehmen P&P den Großteil der über die ganze Stadt verteilten früheren Quelle-Immobilien gesichert, um sie in Wohnraum umzuwandeln, wie in der Hornschuchpromenade, oder in einen Gewerbepark wie in der Flößaustraße. Dass der P&P-Konkurrent Project Immobilien nun das Gebäude an der Finkenstraße in seinen Händen hält, hat laut Ringo Haritz einen einfachen Grund. Ihm zufolge hatte Quelle das Gebäude nur gemietet, der Vertrag sollte Ende 2010 auslaufen. Mit diesem Wissen erwarb Project Immobilien den Komplex, als die Quelle-Insolvenz „noch nicht abzusehen war“, so Haritz.

Neben Nürnberg und Fürth ist das Unternehmen auch in deutschen Großstädten wie Berlin, Hamburg und München mit dem Schwerpunkt „Wohnimmobilien“ tätig. 2007 hat Project Immobilien zudem die Stiftung Project Life ins Leben gerufen. Um auch ein Stück an die Städte zurückgeben zu können, in denen die Firma Erfolg hat, wie Stiftungsvorstand Petra Seeberger sagt.

Dieses Jahr fördert Project Life drei Fürther Einrichtungen: Über jeweils 5000 Euro können sich die Gemeinden Christkönig und St. Marien/Burgfarrnbach freuen. Sie benötigen das Geld für den Bau von Kindertagesstätten.

Außerdem gehen 2000 Euro an die Wärmestube in der Hirschenstraße, die sich um bedürftige und obdachlose Menschen kümmert.
 

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