Schreibend auf sich selbst besinnen

11.12.2010, 09:00 Uhr
Treffpunkt Bibliothek (von links): Tina Christ und Ute Heidenreich stellten ihre literarischen Werke bei einer Lesung vor.

© Svoboda Treffpunkt Bibliothek (von links): Tina Christ und Ute Heidenreich stellten ihre literarischen Werke bei einer Lesung vor.

Die Autorengruppe „Zeilenleben“ ist aus der Werkstatt des Kreativzentrums hervorgegangen. Tina Christ, Kirsten Glasion, Ute Heidenreich und Sieglinde van der Oest haben sich schon seit längerem mit ihren Werken einen Namen gemacht. Im Rahmen der bundesweiten Aktion „Treffpunkt Bibliothek“ hat die Stadtbücherei zu einem „Literarischen Café“ eingeladen, an dem die Autorinnen ihre Arbeiten vorstellten.

Ute Heidenreich, „nicht verwandt und nicht verschwägert mit Elke Heidenreich“, hat den Mädchennamen ihrer Großmutter zum Pseudonym gemacht, unter dem sie amüsante Geschichten von der Praxisgebühr, aber auch Anrührendes wie „Briefe an Oma“ veröffentlicht.

Auch Tina Christ verarbeitet eigene Erfahrungen. „In Versen durch das Jahr“ finden auch Menschen, die ihr nahe stehen, Eingang in ihre Arbeit. Ein ganz anderes Genre ist das Buch von Kirsten Glawion. Sie bietet mit ihrem „Der Drachen des Erfolgs – ein Begleiter zum Glück“ praxisnahe Lebenshilfe für alle, die eine Stagnation in ihrem Leben verspüren.

Gerade dies ist jedoch auch Sinn der Schreiberwerkstatt. Denn, so erklärt Tina Christ, das Schreiben biete die Möglichkeit, sich wieder auf sich selbst zu besinnen und neue Wege zu finden. Einen neuen Weg musste auch Sieglinde van der Oest gehen. Welcher Art, das beschreibt sie in ihrem heiteren und erfolgreichen Roman „Ein Drittel Wohnmobil“.