Dienstag, 12.11.2019

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SEK-Einsatz gegen mutmaßlichen "Reichsbürger" in Fürth

Staatsanwaltschaft: Es geht um unerlaubten Waffenbesitz - 26.01.2017 11:37 Uhr

Wie Anita Traud, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth, auf Nachfrage der Fürther Nachrichten, bestätigte, durchkämmten die Beamten "mehrere Objekte". Gemeint sind damit die Firmenräume des Beschuldigten, seine Wohnung sowie "Wohnungen Dritter".

Ob sie tatsächlich Waffen fanden, konnte Traud zunächst nicht sagen. Auch auf die Frage, ob der Mann nach Kenntnis der Behörden bereits Waffen benutzt hat, musste Traud passen.


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Die Polizei hat den mutmaßlichen "Reichsbürger" schon länger im Blick. Bereits im September 2016 kam es bei ihm zu einem Einsatz im Zusammenhang mit der "Reichsbürger"-Szene. Damals leistete die Polizei nach Angaben einer Sprecherin bei der Vollstreckung einer Zwangspfändung Amtshilfe. Anita Traud machte zu den Vorgängen vom September keine näheren Angaben, erklärte aber, es hätten sich bei jenem Einsatz "Anhaltspunkte gefunden, die zu der heutigen Durchsuchung führten". Laut Traud wurde der 46-Jährige von einem Gericht schon 2011 wegen unerlaubten Waffenbesitzes verurteilt.

Im Oktober 2016 schoss in Georgensgmünd (Landkreis Roth) ein so genannter "Reichsbürger" bei einer Razzia in seinem Wohnhaus auf Polizisten. Ein SEK-Beamter erlag seinen Verletzungen. Zurzeit laufen Ermittlungen gegen einen Polizisten, der mit dem Todesschützen in Kontakt gestanden haben soll.

 

hbi

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