Mittwoch, 26.02.2020

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Seukendorf klingt

Der neue Gemeindesaal war erstmals Schauplatz eines Musicals - 03.12.2019 06:59 Uhr

Über 20 Kinder standen bei dem Musical von der Meuterei auf der Arche Noah auf der Bühne. „Sie hatten eine Menge Spaß und waren mit Feuereifer dabei“, berichtet Pfarrerin Marion Fraunholz. © Foto: Marion André


Mäuse wuseln herum, Raubkatzen schlüpfen in ihr Fell, Löwe und Elefant sind gerade in der Maske: Im neuen Gemeindehaus bereiten sich jede Menge kleine und größere Akteure auf ihren Auftritt vor. 

"Wir haben jedes Jahr am Samstagabend mit einer kulturellen Veranstaltung begonnen", sagt Gerhard Kallert vom Kirchenvorstand, "aber es ist schon etwas ganz Besonderes, wenn, wie dieses Mal, mehr als 20 Seukendorfer Kinder über Monate an einem Musical arbeiten." Pfarrerin Marion Fraunholz und Jungscharleiterin Simone Kallert hatten die Idee, im Jubiläumsjahr im Rahmen der Jugendarbeit einmal "etwas Großes" zu machen; und genau das setzten sie zusammen mit Tanja Lautermilch vom Seukendorfer Gospelchor in die Tat um.

Eine tolle Erfahrung für alle Beteiligten sei das gewesen, berichtet die Pfarrerin. "Was ich wirklich außergewöhnlich fand, war das Durchhaltevermögen der Kinder. Wir haben uns alle gegenseitig ermutigt, immer wieder motiviert und aufgebaut." Mini-Elefant Sophie fand es besonders schön, dass sie sich ihre Rolle selbst aussuchen durfte. Marion Fraunholz: "Über die Kostüme haben wir uns gemeinsam Gedanken gemacht und sie zum Teil auch selbst gebastelt. Die Kinder hatten eine Menge Spaß und waren mit Feuereifer dabei."

Neben dem Musical gaben der Traditionsveranstaltung, die sich zum 40. Mal jährte, auch die neuen Räumlichkeiten einen etwas anderen Charakter. Für Gerhard Kallert ist das Gemeindehaus mit dem neuen Katharinensaal jetzt deutlich geeigneter, den Markt zu einem Gemeinschaftserlebnis werden zu lassen. "Vorher verteilte man sich auf drei Etagen, das ist jetzt viel besser."

Motivierte Helfer

So wurde dort heuer nicht nur gegessen, geplaudert und allerlei Handwerkskunst verkauft, sondern in der angrenzenden Küche auch traditionelles Back-Wissen vermittelt. Märchenerzählungen und eine Turmbesteigung gehörten ebenfalls zum Programm, das nur dank vieler motivierter Helfer ermöglicht werden konnte. Um die Nachfrage nach selbst gefertigten Kränzen und Türbögen, den Verkaufsschlagern des Marktes, bedienen zu können, hatten im Vorfeld 15 Frauen drei Tage lang 130 Exemplare gebunden. Gisela Hoffmann vom Frauenkreis: "Dabei gab’s Kaffee und Kuchen, die Stimmung war toll." Wie jedes Jahr wird der Erlös des Katharinenmarktes einem besonderen Zweck zugeführt. Der Freundeskreis der Kinder- und Jugendklinik Erlangen wird den Betrag zweckgebunden an das Kinderpalliativ-Team weiterleiten.

Marion Andre

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