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Donnerstag, 18.04.2019

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Sieben Verletzte nach Chemieunfall in Fürth

Großeinsatz in der Hans-Vogel-Straße - Benachbarter Betriebe geräumt - 25.01.2018 20:53 Uhr

Bei einem Chemieunfall in einem Fürther Galvanikbetrieb sind sieben Menschen verletzt worden. © ToMa-Fotografie


Nach Angaben von Polizei und Feuerwehr wurde auf dem Außengelände des Metallverarbeitungsbetriebs ein Tank befüllt. Bei diesem Vorgang kam es zu einem "schweren Betriebsunfall", so die Polizei.

Ersten Erkenntnissen zufolge vermischten sich Flüssigkeiten, es entstand ein Chlorgasgemisch. Der Druck im Tank stieg daraufhin an, sagte Christian Gußner, Chef der Berufsfeuerwehr Fürth. Über ein Überdruckventil habe der Behälter schließlich einen Teil des Gases "abgeblasen". Das Gas trat gegen 13.30 Uhr aus.

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Chemieunfall in Fürther Galvanikbetrieb: Sieben Menschen verletzt

In der Hans-Vogel-Straße wurden am Donnerstagnachmittag bei einem Chemieunfall in einem Galvanikbetrieb sieben Menschen verletzt. Wie ein Polizeisprecher auf Anfrage sagte, wurden sieben Menschen mit Beschwerden wie Atemnot und Hautreizungen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Bis in den späten Abend waren Einsatzkräfte vor Ort.


Sieben Menschen erlitten leichte Verletzungen, sagte Matthias Schiffler, Einsatzleiter des BRK-Rettungsdienstes. Das BRK war mit fünf Rettungs- und zwei Notarztfahrzeugen zur Unglücksstelle geeilt, zudem waren auch Rettungswagen des Erlanger ASB vor Ort. Die Verletzten hatten  mit Beschwerden wie Atemnot und Hautreizungen zu kämpfen. Fünf von ihnen wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht, zwei ambulant versorgt.

Polizei und Feuerwehr sperrten das Gebiet ab. Sie legten einen Evakuierungsradius von 100 Metern fest. "Eine reine Vorsichtsmaßnahme", wie Gußner betont. Rund hundert Menschen standen dort zeitweise auf der Straße, darunter Beschäftigte des benachbarten Großhandels Selgros. Das gegenüber liegende Möbelhaus Ikea war den Angaben zufolge nicht betroffen.

Weil es beim Abpumpen des Chlorgasgemisches Probleme gab, musste der ABC-Schutzdienst aus Erlangen am Abend anrücken. © ToMa-Fotografie


Mit einem Messwagen ermittelte die Feuerwehr im abgesperrten Bereich die Gaskonzentration in der Luft. Die gemessenen Werte erwiesen sich laut Gußner als "nicht bedenklich für die Menschen in der Umgebung".

Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit einem Großaufgebot an Ort und Stelle. Gegen 15.30 Uhr hob die Polizei die Straßensperrung auf. Weil sich das Chlorgasgemisch nur schwer aus dem Tank abpumpen lässt, ist die Feuerwehr noch immer vor Ort. Der Einsatz wird voraussichtlich noch mehrere Stunden dauern.

Die Ursache des Unfalls ist vorerst unbekannt. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.


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