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Songs zur Nacht

Bekki Deckart und Margot Melissen auf der Freilichtbühne im Fürther Stadtpark. - 12.08.2019 18:00 Uhr

Aus zwei Stimmen einen zauberhaften Klangteppich weben: Auf diese Kunst verstehen sich die Jazzsängerinnen Bekki Deckart (links) und Margot Melissen perfekt. © Foto: Peter Romir


Florian Fischer an den Drums, Johannes Göller am Kontrabass und Michael Schumacher an der Gitarre stellen sich zunächst instrumental mit sanft swingenden Klängen vor. Das wirkt kühl und etwas abstrakt – bis schließlich Deckart und Sangeskollegin Margot Melissen dazukommen.

Von da an wird der Sound deutlich träumerischer: Die beiden singen viele Lieder gemeinsam, lassen ihre Stimmen einander umspielen. Ab und zu machen die Musiker eine Pause, dann gibt es A-capella-Gesang pur.

Das verbindende Thema der Songs ist die Nacht. Dies passt natürlich gut zu der hereinbrechenden Dunkelheit und den Glockenschlägen der nahen Auferstehungskirche. Da gibt es Lieder über den Mond, Nachtigallen und natürlich über Träume: Zum Beispiel den, irgendwann als alte Menschen gemeinsam auf alten Stühlen zu sitzen und nicht schlafen zu wollen, weil man sich noch immer etwas zu sagen hat. Sich noch immer liebt. So stellt sich zumindest Margot Melissen die Zukunft vor. Bis zu den Senioren-Tagen der Musiker wird es aber noch etwas dauern: Die fünf von Zweisamkeiten gehören noch zu den Jüngsten in der Open-Air-Reihe des Fürther Jazzclubs.

Und dennoch bringen sie einiges an Erfahrung mit: Deckart lernte schon als Grundschulkind Klavier und Saxofon und stand seit der zweiten Klasse als Chorsängerin auf der Bühne. Margot Melissen lernte sie als Teenagerin beim Landesjugend-Jazz-Orchester Bayern kennen. Da ist es nur natürlich, dass sich Deckart neben ihren Band-Projekten auch als Pädagogin für musikalische Früherziehung engagiert: Im Nürnberger Montessori-Zentrum bringt sie Kindern ab drei Jahren das Singen bei.

InfoDie Open-Air-Saison von FÜ-Jazz geht weiter mit den Allstars. Sie bieten am Sonntag schon um 15 Uhr auf der Freilichtbühne einen Querschnitt durch die Jazz-Genres. Eintritt frei, Spenden erwünscht. 

PETER ROMIR

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