Sonntag, 17.11.2019

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Sonnenturm: Nach Generalsanierung wieder bezogen

In das Hochhaus auf der Schwand kehrt jetzt wieder das Leben zurück - 26.04.2018 06:00 Uhr

Über den als Quartierstreff gestalteten Vorplatz werden letzte Möbel in den Sonnenturm, das Wahrzeichen des „Finkenparks“, manövriert. Handwerker sind mit dem Feinschliff an der Kita im Erdgeschoss beschäftigt. © Foto: Hans Winckler


Bis auf eine einzige sind sämtliche 92 Wohnungen – die Größe reicht von 49 bis zu 104 Quadratmetern – des sogenannten "Sonnenturms" schon wieder bezogen. Auch der zweigruppige Kindergarten im Erdgeschoss ist in Betrieb. Er ergänzt die ebenfalls vom ESW betriebene Krippe im umgebauten Supermarkt auf der gegenüberliegen Seite der Albrecht-Dürer-Straße. Dazwischen ist für 340 000 Euro (die Hälfte davon übernahm die Stadt) ein gepflasterter Platz mit 13 neuen Bäumen und etlichen Bänken entstanden, der als Treffpunkt für die Menschen des Quartiers gedacht ist.

Vorbei sind die Zeiten, als das Hochhaus ein sozialer Brennpunkt war, wo der Müll oft aus den Fenstern entsorgt wurde. Jetzt gibt es selbst für den Abfall ein Gebäude. Der holzverkleidete Flachbau neben der Energiezentrale beherbergt dezent die Müllcontainer. Geradezu vornehm nimmt sich das großzügige Entree mit automatischen Schiebetüren, moderner Schließanlage und Paketdepot für Online-Bestellungen aus. Hier hat auch der Hausmeister sein Büro. Er fungiert nicht nur als Ansprechpartner bei allen Wohnfragen, sondern kurvt auch mit der Kehrmaschine durchs Quartier.

13 Millionen für Sanierung

Zu den bedeutendsten Verbesserungen der Hochhaus-Sanierung für 13 Millionen Euro gehören die neuen Balkone mit verschiebbaren Windschutzwänden aus Metall – und mit unverbaubarer Aussicht. Auch wenn sie mitunter als Stellfläche herhalten müssen, weil der Platz in den kleinen Kellerabteilen begrenzt ist, wie eine Mieterin gegenüber den FN erwähnt, überwiegt doch die allgemeine Zufriedenheit mit der modernen Ausstattung des 14-stöckigen Gebäudes.

Zwar reicht die 30 Meter lange Drehleiter der Feuerwehr nicht aus, um im Brandfall bis ganz nach oben zu kommen, doch die Sicherheit ist nach Einschätzung der Wehr gewährleistet. Brandinspektor Andreas Engelhardt von der Fürther Berufsfeuerwehr erläutert: "Es gibt jetzt ein zweites Treppenhaus als Angriffsweg und Fluchtmöglichkeit und einen eigenen Feuerwehraufzug." Den Lift könne die Feuerwehr mit einem eigenen Zugangscode für ihre Zwecke nutzen.

Um Altmietern, denen die Rückkehr in die nun größtenteils barrierefreien Wohnungen mit zum Teil neuen Zuschnitten garantiert wurde, einen Mietnachlass gewähren zu können, hat das ESW ein 250 000 Euro umfassendes Sozialpaket geschnürt. Allerdings, so ESW-Sprecherin Elaine Eckert auf FN-Anfrage, sei von dem Angebot kaum Gebrauch gemacht worden. In der langen Zeit der Generalsanierung hätten die ehemaligen Bewohner wohl anderweitig günstigen Wohnraum gefunden.

 

Volker Dittmar

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