Sorge ums Stadtbild

20.9.2012, 11:00 Uhr
Einen Anerkennungspreis gab es für diesen Entwurf von Niederwöhrmeier + Kief aus Nürnberg. Der Baukörper fand, für sich allein gesehen, durchaus Gefallen, er fügt sich jedoch nicht ins Fürther Stadtbild ein.

Einen Anerkennungspreis gab es für diesen Entwurf von Niederwöhrmeier + Kief aus Nürnberg. Der Baukörper fand, für sich allein gesehen, durchaus Gefallen, er fügt sich jedoch nicht ins Fürther Stadtbild ein.

Immerhin einen Anerkennungspreis gestand die Jury dem Nürnberger Büro Niederwöhrmeier + Kief zu. Dessen Entwurf sieht einen sehr modernen Baukörper an der Rudolf-Breitscheid-Straße vor, der — für sich allein gesehen — zwar etliche Preisrichter beeindruckte, den sie aber nicht an dieser Stelle von Fürth sehen wollen. „Zu wenig Einfügung in die vorhandene Stadtstruktur“, urteilt Workshop-Organisator Wolfgang Janowiak.

Das Büro von Dürschinger Architekten aus Fürth schlägt zwei Geschosse mit Anklängen ans alte Park-Hotel vor, darüber  Stockwerke, die nüchtern und modern wirken. Die Preisrichter überzeugte das nicht.

Das Büro von Dürschinger Architekten aus Fürth schlägt zwei Geschosse mit Anklängen ans alte Park-Hotel vor, darüber Stockwerke, die nüchtern und modern wirken. Die Preisrichter überzeugte das nicht.

Interessant fanden Fachleute zwar den Ansatz der Fürther Lokalmatadore von Dürschinger Architekten, letztendlich aber nicht überzeugend. Das Büro schlägt einen markanten Baukörper mit zwei Geschossen vor, die an das historische Park-Hotel erinnern; durch eine Glasfuge abgesetzt, platziert Dürschinger weitere, sehr nüchtern-moderne Stockwerke darüber. Den daran anschließenden Komplex bis hin zur Hallstraße fand das Preisgericht im Verhältnis zu gering dimensioniert.

„Sehr technisch“ und „undifferenziert“ — so  das Urteil der Fachleute über den Vorschlag von Behet Bondzio Lin aus Münster. Deshalb ging der Daumen der Juroren nach unten.

„Sehr technisch“ und „undifferenziert“ — so das Urteil der Fachleute über den Vorschlag von Behet Bondzio Lin aus Münster. Deshalb ging der Daumen der Juroren nach unten.

Gar nicht erwärmen konnten sich die Juroren für die Vorschläge des Büros Behet Bondzio Lin aus Münster. Auch hier moniert Janowiak, dass die „sehr technisch“ geratene Fassade zu wenig Einbindung in die historische Stadtstruktur zeige. Deutlicher wurde Fürths Baureferent Joachim Krauße. Der Entwurf sei undifferenziert und erinnere ihn an „frühere Warenhausfassaden“.

Gestern Nachmittag wurden übrigens Fürths Lokalpolitiker in einer Sitzung des städtischen Bauausschusses erstmals mit den Entwürfen konfrontiert. Auch sie, so die einhellige Tendenz, hätten sich wie die Jury entschieden.

Der mit dem zweiten Preis bedachte Entwurf von Gewers & Pudewill, hier  der  frontale Blick auf die Neubauten an der Rudolf-Breitscheid-Straße. Links und rechts sind turmartige Elemente vorgesehen.

Der mit dem zweiten Preis bedachte Entwurf von Gewers & Pudewill, hier der frontale Blick auf die Neubauten an der Rudolf-Breitscheid-Straße. Links und rechts sind turmartige Elemente vorgesehen.

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