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Spatenstich für das Ludwig-Erhard-Zentrum

Startschuss für ehrgeiziges Projekt im Schatten des Rathauses ist gefallen - 16.09.2015 18:26 Uhr

Auf dem Parkplatz im Schatten des Rathauses griff lokale und landespolitische Prominenz zum Spaten, im Hintergrund ist das Geburtshaus von Ludwig Erhard zu sehen.

© Andre De Geare


Bayerns Innen- und Bauminister Joachim Herrmann sprach von einem „idealen Platz“, direkt gegenüber dem historischen Geburtshaus Erhards gelegen, das renoviert und ebenfalls Teil des Zentrums werden soll. Nicht zuletzt sei der geplante ungewöhnliche Neubau-Komplex städtebaulich „nicht schlecht für den Standort“, meinte der Bauminister mit ironischem Seitenblick auf die unattraktive Parkplatzbrache, die hier einst durch den U-Bahn-Bau entstanden ist.

Einem „nationalen Akzent weit über Fürth hinaus“ prophezeit indes Markus Söder, der hier in Fürth weniger ein Museum für den Vater der sozialen Marktwirtschaft erwartet denn eine zeitgemäße Auseinandersetzung mit dessen Lehren. Erhard habe nach dem Krieg „eine neue Idee geboren zwischen dem Sozialismus mit seiner Planwirtschaft und knallhartem Kapitalismus, der auch nicht unsere Zukunftsperspektive sein kann“.

Man setze mit dem Vorhaben „in einer Zeit der ökonomischen Verunsicherung ein Zeichen, dass wir den richtigen Weg kennen“, glaubt Söder.

Am Rande formierte sich ein Handvoll Menschen mit Transparent vor dem Erhard-Geburtshaus zum stillen Protest. Mit dem plakativen Slogan „Bürgerhaus statt Bonzenbau“ gaben sie erneut ihrer Befürchtung Ausdruck, das Ludwig-Erhard-Zentrum könnte zu einer Hochburg neoliberaler Denkart werden. Stattdessen wünsche man sich eine Heimstatt für örtliche Vereine und Initiativen.

hän

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