Spender lässt es in Cadolzburg krachen

30.11.2016, 16:00 Uhr
Die Cadolzburger bekommen im nächsten Jahr wieder ein Kirchweih-Feuerwerk dank eines anonymen Spenders.

Die Cadolzburger bekommen im nächsten Jahr wieder ein Kirchweih-Feuerwerk dank eines anonymen Spenders. © HvD

Bereits kurz nach der Kirchweih hat Bürgermeister Bernd Obst eine Nachricht von einem, wie er ihn nennt, „Ur-Cadolzburger“ erhalten. Dieser schrieb, dass er es schade finde, dass es in diesem Jahr kein Feuerwerk mehr gegeben habe. Er sei mit dieser Tradition aufgewachsen, ohne das Lichtspektakel am Himmel fehle der Kirchweih einfach etwas.

„Wir haben das Feuerwerk als freiwillige Leistung in diesem Jahr gestrichen“, erklärt Obst. Das hänge zum einen natürlich mit der finanziell schwierigen Situation zusammen, in der sich die Gemeinde gerade befinde: „Die knapp 3000 Euro kann man einsparen, auch wenn es sich um eine Tradition handelt.“

Das Geld war aber laut Obst nicht der einzige Grund: „In der Vergangenheit gab es auch immer wieder Kritik unter dem Aspekt des Umweltschutzes. Einige Bewohner fragten uns, ob es denn sein muss, dass man jedes Jahr Raketen in den Himmel schießt.“ Alles in allem habe man sich deshalb dazu entschlossen, das Feuerwerk ab dem Jahr 2016 auf unbestimmte Zeit auszusetzen.

Ein Umdenken innerhalb des Rathauses brachte dann die Post des „Ur-Cadolzburgers“. Er bietet der Gemeinde an, die Kosten für das Feuerwerk im kommenden Jahr zu übernehmen. „Es freut uns natürlich, wenn auf diese Weise der traditionelle Kirchweihabschluss wieder stattfinden kann“, sagt Obst. Der Spender übernimmt dabei die Gesamtkosten — rund 3000 Euro — für das Feuerwerk an sich. Mitspielen musste dann nur noch die Cadolzburger Feuerwehr, die — unentgeltlich — den erforderlichen Sicherheitsbereich rund um das Feuerwerk abzusperren hat.

„Da der Spender aber aus den Reihen der Feuerwehr kommt, sollte das funktionieren“, meinte der Bürgermeister — und sollte damit auch recht behalten: Zwar nahm man sich in den Reihen der Feuerwehr etwas „Bedenkzeit“ – sagte aber schließlich gerne Unterstützung zu.

Obst kann somit freudig verkünden: „Es ist aus meiner Sicht eigentlich beschlossene Sache, dass es wieder ein Kirchweih-Feuerwerk geben wird.“ Im kommenden Jahr wohlgemerkt – denn aus eigener Tasche wird die Gemeinde wohl auch 2018 nichts beisteuern können. Der Rathauschef bleibt aber optimistisch: „Vielleicht findet sich ja bis dahin ein Nachahmer des anonymen Spenders.“

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