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Mittwoch, 26.06.2019

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Stadt gibt grünes Licht für «Eckart-Plaza»

Mischung aus Einzelhandel, Büros und Wohnungen in der Südstadt - Brache wird genutzt - 27.11.2008

Im Schatten des markanten Eckart-Hochhauses in der Fürther Südstadt sollen Supermarkt, Parkhaus und drei Wohnhäuser entstehen. © Winckler


Den Begriff «Nahversorgungszentrum» meidet die Stadt in diesem Zusammenhang tunlichst, denn genau das soll die «Eckart-Plaza» nicht werden. Kein Discounter, kein Billig-Textilgeschäft und keine Drogerie ist geplant. Auf ursprünglich vorgesehene kleinere Läden verzichteten die Investoren von Eckart & Neidhard Immobilien bereits Ende vergangenen Jahres, weil die Stadt darauf gedrängt hatte. Der Grund: Weitere Einzelhandelszentren in den Randlagen Fürths möchte man sich nicht leisten – ziehen sie doch immer mehr Kaufkraft aus dem Zentrum ab.

Geblieben ist nun nur der Supermarkt – mit ansprechender Gestaltung und mit Vollsortiment, wie der städtische Wirtschaftsreferent Horst Müller betont. Das heißt: Vor allem Lebensmittel sollen auf 2500 Quadratmetern in reicher Auswahl verkauft werden; das von Aldi, Lidl und Co. bekannte, so genannte Non-Food-Segment - also alles vom Schraubenzieher übers Nachthemd bis zum Flachbildfernseher – bleibt nach Vorgaben der Stadt auf unter fünf Prozent beschränkt.

Parkhaus und Wohnungen

Neben dem Markt wird das markante Eckart-Bürogebäude saniert, ein Teil des jetzigen Parkplatzes zum mehrgeschossigen Parkhaus umgestaltet. Zur Neumannstraße hin sollen die Baulücken mit drei Wohnhäusern geschlossen werden.

Etwas überraschend für die Stadt hatten die Planer kurzfristig mitgeteilt, dass den Supermarkt nun nicht Edeka, sondern die Rewe-Kette betreiben wird. Für Müller macht das keinen Unterschied, denn auch in dieser Variante bleibe der geforderte Qualitätsanspruch gewährleistet. «Ich denke, das ist eine Bereicherung für die Gegend und schadet der Innenstadt nicht», sagt der Wirtschaftsreferent.

Ein Fachgutachten hatte der «Eckart-Plaza» bereits bescheinigt, sich nicht negativ auf bereits bestehenden Einzelhandel auszuwirken und noch vorhandenen Bedarf zu decken. Als Plus verbucht die Stadtspitze darüber hinaus, dass eine unschöne Industriebrache sinnvoll genutzt wird.

Auch anfängliche Kritiker konnte das offenbar überzeugen: Die zuständigen Gremien der Stadt – Wirtschaftsausschuss und Bauausschuss – hat das Projekt inzwischen ohne größere Diskussionen passiert. WOLFGANG HÄNDEL 

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