Sonntag, 19.01.2020

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Stadtradeln: Fürth hat sich fürs Klima abgestrampelt

Die Premiere der Aktion ist auf guten Zuspruch gestoßen - 07.09.2017 21:00 Uhr

Immer mehr Schutzstreifen – wie hier in der Erlanger Straße in Fürth – räumen Radlern Raum zur sicheren Fortbewegung ein. Das erhöht die Attraktivität des Fahrrads als alternatives Verkehrsmittel. © Foto: André De Geare


311 Radler haben im Aktionszeitraum vom 16. Juli bis 5. August kräftig in die Pedale getreten und dabei zusammen 68 821 Kilometer zurückgelegt. Noch aktiver waren die 441 Teilnehmer im Landkreis, die es auf 108 846 Kilometer brachten. Im Vordergrund stand allerdings nicht die sportliche Leistung, sondern der Umweltschutz.

So blieben der Umwelt durch den Verzicht der Radler aufs Auto in Fürth insgesamt 9773 Kilogramm des Treibhausgases CO2 erspart. Im Landkreis schlug der Klimaschutzeffekt gleich mit 15 456 Kilogramm CO2 zu Buche. Jeder Fahrradfahrer in der Stadt hat bei einer durchschnittlichen Leistung von 220 Kilometern etwa 30 Kilogramm des Treibhausgases weggestrampelt. "Durchaus beachtlich" für die Premiere findet ADFC-Kreisvorsitzender Olaf Höhne dieses Resultat. Am 16. September sollen die erfolgreichsten Teilnehmer auf der Fürther Freiheit ausgezeichnet werden.

Die Aktion Stadtradeln ist heuer in ihre zehnte Runde gegangen. Und auch das Fahrrad selbst feiert Jubiläum: Vor genau 200 Jahren hat ihm Karl Freiherr von Drais mit seiner Erfindung in Mannheim das Leben eingehaucht. Was als Laufrad beschwerlich begonnen hatte, legte eine steile Karriere hin. Inzwischen läuft das Fahrrad mit Elektromotor-Unterstützung als Pedelec zur Hochform auf. Immer mehr Menschen entdecken es gerade im Stadtverkehr als praktische Alternative zum Auto.

Keine Parkplatzprobleme, kein Stau, bei Kurzstrecken meist auch noch ein Zeitgewinn: Neben dem Nutzen für die Gesundheit durch Bewegung an der frischen Luft spricht viel für das Fahrrad. Was beim Fahrradklimatest in der Stadt moniert wurde, waren von Baustellen unterbrochene und zugeparkte Radwege und nicht ausgeschilderte Umleitungen. Während Fürth nur Platz 23 von 38 Kommunen vergleichbarer Größe belegte, kam Zirndorf auf Rang 11 von 66 Konkurrenten. Beim Stadtradeln wiederum brachten es die 59 Zirndorfer Teilnehmer auf 17 435 Kilometer und sparten so 2476 Kilogramm CO2 ein. Die meisten Kilometer (20 960) erstrampelten heuer die 84 Teilnehmer aus Cadolzburg. Mit der besten Kilometerleistung im Land bestachen die Großhabersdorfer. Ihre 49 Teilnehmer radelten bei 18 973 Kilometern im Schnitt 387 Kilometer. Das entspricht einer Kohlenstoffdioxid-Ersparnis pro Kopf von stolzen 55 Kilogramm.

Die meisten Teilnehmer, nämlich 110, traten in Langenzenn in die Pedale. Sie schafften allerdings nur die geringste Pro-Kopf-Leistung von 173 Kilometern und folglich auch nur 25 Kilogramm individuelle Treibhausgas-Reduzierung. Unter dem Strich kamen sie auf 19059 Kilometer und 2706 Kilogramm CO2-Reduzierung.

In Stein beteiligten sich 70 Radler, die es auf 14 523 Kilometer und 2062 Kilogramm CO2-Einsparung brachten. In Wilhermsdorf waren 55 Radler mit 14 695 Kilometern dabei. Sie sparten 2062 Kilogramm CO2. Und mit 14 Radlern war auch Roßtal noch mit von der Partie. Sie bewältigten 3201 Kilometer, was eine Entlastung der Umwelt von 455 Kilo des Treibhausgases bedeutet.

VOLKER DITTMAR

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