Startschuss beim Klärwerks-Neubau in Seukendorf

6.5.2013, 09:00 Uhr
Beim Spatenstich erklärt Herbert Hirschmann anhand der Pläne die Funktionsweise der neuen Kläranlage.

© Riemann Beim Spatenstich erklärt Herbert Hirschmann anhand der Pläne die Funktionsweise der neuen Kläranlage.

Jahrelang bereitete die Kläranlage im Ortsteil Hiltmannsdorf Probleme, vor allem Geruchsbelästigungen waren ein beständiger Kritikpunkt der Bevölkerung. „Damit hat dieses leidige Thema hoffentlich bald ein Ende“, hofft Gemeinderat Wolfgang Stock. Seit 17 Jahren, so Stock, sei er im Gemeinderat, und „es gab noch kein Jahr, in dem die Kläranlage nicht auf der Tagesordnung gestanden wäre“.

Inzwischen ist die Anlage stark reparaturbedürftig. Außerdem schlagen die ständig steigenden Stromkosten deutlich zu Buche. Eine Abhilfe musste gefunden werden. Im Gemeinderat waren verschiedene Modelle im Gespräch: vom Anschluss Seukendorfs an das Fürther oder Veitsbronner Klärwerk über einen kompletten Neubau auf der grünen Wiese bis zur Rundumsanierung der bestehenden Anlage reichte die Palette denkbarer Lösungen.

Das mit der Planung beauftragte Ingenieurbüro Beier und Schwarzott empfahl schließlich den Umbau der jetzigen Kläranlage zu einer Anlage, die nach dem sogenannten Biocos-Verfahren der Bayreuther Firma ZWT Wasser- und Abwassertechnik arbeitet. Die Funktionsweise erklärte beim Spatenstich Herbert Hirschmann, der technische Leiter der ZWT.

Drei Gründe überzeugten den Seukendorfer Gemeinderat von dieser Lösung. Erstens: Das neue Klärverfahren benötigt keine Rührwerke mehr, außerdem arbeitet die Anlage nahezu ohne Pumpen und braucht auch kein Nachklärbecken mit Räumeinheit und Rücklaufschlamm-Pumpwerk – alles Faktoren, die maßgeblich zu Geruchsbelästigungen führen. Der zweite Grund: Die bestehende Anlage kann bis zur Fertigstellung der neuen weiterbetrieben werden.

Überzeugender Preis

Schließlich überzeugte der Preis, der mit 2,6 Millionen Euro weit unter den Kosten anderer Varianten liegt. „Damit wird die Seukendorfer Kläranlage dem neuesten Stand der Technik entsprechen und für viele Jahre problemlos ihren Dienst tun“, versprach Herbert Hirschmann, Technischer Leiter der Firma ZWT, den leidgeprüften Seukendorfern.

 

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