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Statistikamt: Neue Chefin aus Franken

Marion Frisch zieht gern nach Fürth — Personal soll aus der Region kommen - 09.01.2014 09:07 Uhr

Die neue Präsidentin des Statistikamts wird wohl frühestens 2015 in den ehemaligen Quelle-Komplex ziehen.

07.01.2014 © Meyer


Die 50-jährige Juristin war bisher im bayerischen Innenministerium für den Verfassungsschutz und die Cybersicherheit zuständig. „Dass mich die Verlagerung des Amts in meine Heimat zurückführen wird, ist natürlich ein zusätzlicher Gewinn für mich persönlich“, sagte Frisch auf FN-Anfrage. Sie freue sich sehr auf die Aufgabe und sei sich sicher, dass die „Wissenschaftsstadt Fürth“ sehr gute Möglichkeiten biete, „qualifiziertes Personal für unsere anspruchsvollen Aufgaben zu gewinnen“.

Frisch löst an der Spitze des Statistikamts Karlheinz Anding ab, der zum Jahresende in den Ruhestand ging. Er hatte das Amt fünf Jahre lang geleitet. In diese Zeit fiel unter anderem das „Mammutprojekt Zensus 2011“, die erste Volkszählung seit mehr als 20 Jahren in Deutschland, wie Innenminister Joachim Herrmann bei Andings Verabschiedung hervorhob.

Die größte Herausforderung aber sei der schrittweise Umzug der Behörde nach Fürth gewesen, an den Standort der ehemaligen Quelle-Hauptverwaltung in der Nürnberger Straße. Mit der Verlagerung wollte der Freistaat der Stadt Fürth nach der Quelle-Pleite und dem damit verbundenen Arbeitsplatzverlust neue Impulse geben. Frisch glaubt: Viele der so in Fürth geschaffenen 540 Stellen „werden wir mit Personal aus der Region besetzen können“.

Frisch, die in Erlangen Rechtswissenschaften studiert hat, begann ihre Laufbahn 1991 im bayerischen Innenministerium, unter anderem leitete sie dort das Sachgebiet Islamismus, Ausländerextremismus und Geheimschutz. Mit dem Wechsel ins Statistikamt, zu dem rund 750 Mitarbeiter an den drei Standorten München, Fürth und Schweinfurt gehören, wurde Frisch auch neue Landeswahlleiterin.

Umzug frühestens 2015

Wann genau ihr Arbeitsort dann tatsächlich Fürth sein wird, steht allerdings noch nicht fest. Vermutlich werde sie ihr Büro hier beziehen, sobald etwa die Hälfte des Amtes verlegt ist. „Das wäre 2015 oder 2016“, sagt Pressesprecher Gunnar Loibl.

Während in den Räumen an der Finkenstraße bereits gearbeitet wird, läuft parallel die Sanierung des Gebäudeteils an der Nürnberger Straße. Er soll 2015 bezugsfertig sein. Bis Mitte 2016 wird ein Neubau errichtet, der die Kantine, Besprechungs- und Tagungsräume beherbergen wird. Anschließend wird der Altbau an der Finkenstraße saniert.

Rund 120 Statistiker sind derzeit in Fürth beschäftigt, darunter nur 20, die aus München hergezogen sind. Etwa 50 Mitarbeiter kommen aus dem ehemaligen Personalstamm von Quelle, 85 aus dem zur Volkszählung eingestellten Personal.
 

Claudia Ziob

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