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Samstag, 24.08.2019

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«Stolz auf die Stadt»

Interview mit «Medienpraxis»-Team zum Fürth-Film - 23.02.2008

Julia Thomas und Thomas Steigerwald haben nicht nur gefilmt, sondern das Jubiläumsjahr - hier an der Uferpromenade - auch genossen. © Winckler


Sie waren 40 Drehtage unterwegs und haben immerhin Filmmaterial für 50 Stunden. Was werden wir also alles nicht im Film sehen?

Steigerwald: Von den meisten Veranstaltungen haben wir zumindest ein paar Bilder. Gut, der «Gnadenlos-Grandprix» vom Fürth-Festival ist rausgefallen und leider fehlt die «Lange Nacht der Religionen», die haben wir versäumt. Insgesamt ist der Film eine vielschichtige Collage geworden.

Konnte die Stadt Sie noch überraschen, obwohl Sie seit elf Jahren Ihr Büro hier haben?

Thomas: Und wie! Wir haben ganz viele wunderbare Menschen getroffen, von denen unser Film getragen wird. Es war ganz erstaunlich, dass alle so aufgeschlossen waren und bereitwillig etwas über ihre Stadt erzählten. Und wir waren beide verblüfft, wie positiv die Fürther über ihre Stadt sprechen . . . es fielen Sätze wie «Fürth? - Wow!» Da steckt doch schon fast alles drin, oder?

Sie waren mit Mikrofon und Kamera auf vielen Jubiläumsveranstaltungen unterwegs. Gab es besonders bewegende Momente?

Thomas: Da fällt mir die Silvesterfeier zum Auftakt ein, obwohl sie organisatorische Mängel hatte. Aber dort haben junge und alte Menschen miteinander getanzt und sich riesig auf das Jubiläumsjahr gefreut.

Steigerwald: Ich erinnere mich an «Mayim, Mayim», die Tanzchoreografie für die jüdischen Waisenkinder von Jutta Czurda. Die Zuschauer, die wir hinterher interviewten, waren sehr berührt - und wir ebenfalls.

Sie haben den Film «1000 Jahre Fürth - was vom Feiern übrig bleibt» genannt. Was bleibt denn übrig?

Steigerwald: Ich denke, die Bürger haben viel Selbstbewusstsein gewonnen und sind mit Stolz auf ihre Stadt aus diesem Jubiläumsjahr gegangen. Symptomatisch dafür ist vielleicht die Aussage einer Bürgerin, die in Anlehnung an einen alten Spruch meinte: «Inzwischen hält Fürth nicht nur fest, sondern zieht auch an».

Thomas: Ich glaube, die Menschen haben ihre Stadt noch einmal ganz anders erlebt. Wenn ich an das Höfe-Fest oder an die Einweihung der Uferpromenade denke: Da waren so viele auf den Straßen unterwegs, haben gefeiert, das schweißt zusammen.

Ein Frage zum Schluss: Was ist Fürth für Sie persönlich?

Thomas: Meine Fürth-Begeisterung ist zu einer großen Liebe geworden.

Interview: M. HILDEBRAND

Der erste Teil des Fürth-Films wird am Sonntag, 24. Februar, um 18.15 Uhr auf der Frequenz von Franken TV gezeigt. Wiederholungen gibt es um 20.15 Uhr, 22.15 Uhr und um 23.15 Uhr. Am 2. März gibt’s zu den gleichen Sendezeiten Teil zwei zu sehen. 

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