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Streit um S-Bahn-Trasse: Etappensieg für die Stadt Fürth

DB muss Unterlagen über das Projekt herausgeben — Trassen-Entscheidung fällt im Herbst - 23.02.2017 18:23 Uhr

Im Fürther Bogen, hier der Haltepunkt Unterfarrnbach, rollen die Züge schon auf neuen Gleisen. Wie es jedoch hinter Stadeln in Richtung Erlangen weitergeht, ist nach wie vor Streitsache. © Archivfoto: Hans-Joachim Winckler


Der Streit um die Unterlagen zog sich seit sechs Jahren hin, das Verwaltungsgericht in Leipzig hat nun am Donnerstag einen Schlussstrich unter dieses Kapitel gezogen und in einer Verhandlung befunden: Die Stadt hat nach dem Umweltinformationsrecht Anspruch auf Einsicht. Fürth hatte auf Herausgabe geklagt, weil man davon ausgeht, dass die Unterlagen die Position der Stadt stützen.

Die Kommune lehnt die von der DB vorgesehene Streckenführung der S-Bahn quer durch das Knoblauchsland vorbei an Steinach nach Erlangen ab. Zu groß sei der Schaden für die Umwelt, zudem komme diese Variante teurer als die von Fürth favorisierte: Sie sieht eine Verlegung der neuen Gleise entlang der schon bestehenden Trasse Richtung Erlangen vor.

Bei Oberbürgermeister Thomas Jung ist die Freude über den Etappensieg groß – doch sein Blick richtet sich bereits auf den wesentlich wichtigeren Prozess, der für den 24. Oktober anberaumt ist: Dann soll das Bundesverwaltungsgericht darüber entscheiden, ob die Trasse realisiert werden darf. Einem Eilantrag der Stadt auf vorläufigen Baustopp hatten die Richter bereits im Herbst 2014 stattgegeben. Seitdem liegt das Projekt auf Eis. 

WOLFGANG HÄNDEL

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