Nahverkehr

Studie über Bus und Bahn: Fürth ist sehr gut vernetzt

20.9.2021, 11:00 Uhr
Laut der Erhebung ist Fürth mit Haltestellen überdurchschnittlich gut versorgt.

Laut der Erhebung ist Fürth mit Haltestellen überdurchschnittlich gut versorgt. © Hans-Joachim Winckler

Diese Nachricht passt bestens zur laufenden "Woche der Mobilität": Fürth ist bei einer Untersuchung unter den Top Ten der kreisfreien deutschen Städte gelandet, wenn es um die Erreichbarkeit von Bus und Bahn geht.

Die Organisation "Allianz pro Schiene", ein gemeinnütziger Verein mit Akteuren aus Wirtschaft, Umweltverbänden, Gewerkschaften, Fahrgastorganisationen und Hochschulen, hat ermitteln lassen, wie dicht das Verkehrsnetz in Landkreisen und kreisfreien Städten ausgebaut ist. Die Kleeblattstadt steht demnach auf Platz acht, die Nachbarkommune Erlangen auf Rang zehn.


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In Fürth liege der Anteil der Bevölkerung, der in maximal 600 Metern oder – im Fall von Bahnhöfen – 1200 Metern Luftlinie um eine Haltestelle mit mindestens 20 Abfahrten am Tag lebt, bei 99,94 Prozent. Beim Spitzenreiter Mainz sind es mit 99,99 Prozent nur unwesentlich mehr. "Ein schöner Beweis" für den erfolgreichen Fürther ÖPNV sei das, heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus.

Auf den vorderen Rängen sind die Unterschiede bei den Städten freilich nicht allzu ausgeprägt. So kommt etwa Erlangen auf 99,93 Prozent, auch Nürnberg liegt mit 99,63 noch gut – denn im bundesweiten Durchschnitt ergibt sich laut Studie eine Quote von 91,4.

Weniger Schadstoffe

Der Landkreis Fürth liegt mit 91,8 ebenfalls noch knapp darüber. Wie vorzeigbar das für einen ländlichen Bereich ist, verdeutlicht der Wert des Schlusslichts Dingolfing-Landau, das gerade mal 29,1 Prozent schafft.

"Mit einem dichten Haltestellennetz und guten Verkehrsangeboten kann die Politik auch die Belastung der Luft mit Schadstoffen mindern und die Klimabilanz verbessern", mahnt die Allianz, die sich schon seit dem Jahr 2000 für einen höheren Anteil des Schienenverkehrs im Güter- und Personenverkehr einsetzt. Für das Erreichbarkeits-Ranking verwendete sie nach eigenen Angaben Daten des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), die im September 2020 erhoben wurden.


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Im Bundesländervergleich hat dem Bündnis zufolge derzeit das Saarland die kürzesten Wege zu Bahnen und Bussen im Angebot. Stolze 96,7 Prozent der Menschen wohnen dort in der Nähe einer der Stationen. Ganz hinten bleibt Mecklenburg-Vorpommern mit 78,9 Prozent. Vergleichsweise mäßig sieht es aber auch in Bayern mit 82,4 Prozent aus – vorletzter Rang.

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