Tag der offenen Tür: Riesenansturm auf die neuen FN

23.4.2017, 00:10 Uhr
Bühnenprogramm: Volker Heißmann und Martin Rassau in der Geschäftsstelle der Fürther Nachrichten.

Bühnenprogramm: Volker Heißmann und Martin Rassau in der Geschäftsstelle der Fürther Nachrichten. © Thomas Scherer

Ebenso wichtig "wie das täglich Brot" sei eine Zeitung auf dem Frühstückstisch für ihn, bekannte Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung in einem Grußwort — auch wenn er sich natürlich nicht immer nur freue über das, was er zu lesen bekommt. Beim launigen Auftritt von Volker Heißmann und Martin Rassau bekamen die FN dann — wen wundert’s bei den beiden — auch ihr komödiantisches Fett weg.

Thilo Wolf am Flügel und Klarinettist Norbert Nagel brachten die Menschen in der proppenvollen Geschäftsstelle mit feinstem Jazz zum Mitsummen und Mitschnippen. Ebenfalls gute Laune und reichlich Beifall lösten Singer/Songwriterin Felicia Peters und die Lesungen von Ewald Arenz sowie des hauseigenen Glossenduos Anette Röckl und Matthias Boll aus.

Was das Team der FN aber besonders freute: Die Gäste interessierten sich rege für seine Arbeit, nutzten die Gelegenheit zum Gespräch intensiv und nahmen die Räumlichkeiten in der Schwabacher Straße 106 ganz genau unter die Lupe. Unter dieser Adresse sind nun Redaktion, Geschäftsstelle und Anzeigenabteilung unter einem Dach vereint — und das in einem traditionsreichen Gebäude: In dem denkmalgeschützten Komplex produzierten einst die Humbser-Bräu, später Patrizier und Tucher ihren Gerstensaft. Seit seiner Umwandlung in einen Geschäfts- und Bürostandort firmiert der markante Backsteinbau unter dem Namen "Malzböden" — in Erinnerung an seine lange Geschichte als Malzhaus der Braustätte.

Hier gehen Redaktion und Anzeigenabteilung im ersten Stockwerk ihrer Arbeit nach. Im Erdgeschoss empfängt die Geschäftsstelle ihre Besucher in einem hohen Raum mit Galerie und großer Fensterfront — repräsentativer Rahmen beim Aufgeben von Anzeigen, beim Kauf von Tickets oder beim Stöbern im Sortiment unseres Zeitungsshops. Oder eben für Veranstaltungen. Die FN planen, künftig zu kulturellen Abenden oder auch zu Diskussionen einzuladen. Bequem zu erreichen sind die Malzböden mit diversen Fürther Buslinien, vom Hauptbahnhof aus ist man im Handumdrehen vor Ort.

Die FN sind nicht die ersten Mieter in dem 1887 erbauten Anwesen. Bereits eingezogen sind unter anderem das alteingesessene Klavierhaus Kreisel, das Fahrradfachgeschäft SouthPark Cycles und der Künstler Josef Hirthammer mit seinem Atelier.

Am südlichen Ende entsteht in einem Neubau eine Filiale der Fürther Biomarkt-Kette ebl. Das prächtige ehemalige Sudhaus am Nordende, das 1911 errichtet wurde, soll schon bald ambitionierte Gastronomie mit mehreren Hundert Plätzen und Biergarten beherbergen.

In den und um die mächtigen alten Braukessel herum werden Gäste Platz nehmen können. In Kürze will die Immobilienfirma MIP, die die Malzböden entwickelt hat, den Pächter vorstellen.

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