Tatort im Gewölbekeller des Rathauses

11.9.2011, 10:00 Uhr
Ein nachgestellter Tatort mit Mordopfer und aufgeschweißtem Tresor gehört zum Blickfang des kleinen Museums.

Ein nachgestellter Tatort mit Mordopfer und aufgeschweißtem Tresor gehört zum Blickfang des kleinen Museums. © Edgar Pfrogner

Das Museum beleuchtet 200 Jahre Kriminal- und Polizeigeschichte der Kleeblattstadt. Das Publikum kann sich ein Bild machen vom Aufbau der Polizei- und Justizkommission durch Hardenberg und von der Polizeigewalt im Königreich Bayern. Per Gemeindeedikt von 1818 wurde Fürth zur Stadt I. Klasse und erhielt die Zuständigkeit über die Polizei.

Die Pickelhauben-Ära wird ebenso beleuchtet wie die Schaffung des Staatspolizeiamtes Nürnberg-Fürth im Jahr 1921, die Umfunktionierung der bayerischen Polizei zur Reichspolizei und die Neuorganisation nach dem 2. Weltkrieg: ein Hürdenlauf durch die sich ständig verändernde Organisation. Daneben wird Einblick in spektakuläre Kriminalfälle in der Zeit von 1849 bis zum Mordfall „Carla“ im Jahr 1998 gewährt und die Kriminaltechnik sowie die Aufgabe der Rechtsmediziner vorgestellt.

Am begehbaren Tatort schlüpft der Besucher in die Rolle von Kriminalbeamten, die nach Spuren suchen, bekommt erklärt, wie sie gesichert werden und welche Aussagekraft sie haben. Die Themeninsel Rechtsradikalismus soll insbesondere Jugendliche aufklären. Neben einem Drogenlabor können in Vitrinen Waffen, Falschgeld und Dienstgradabzeichen betrachtet werden. Auch eine Vielzahl an Uniformstücken aus der Stadtpolizei-Ära, darunter der Kradanzug der Verkehrspolizei aus den 60er Jahren ist zu sehen. (Geöffnet Samstag und Sonntag 13 bis 18 Uhr)

 

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