Mittwoch, 01.04.2020

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Trinkwasser marsch!

Die Gemeindewerke Cadolzburg bauen für vier Millionen Euro einen Hochbehälter auf dem Kesselberg. - 05.03.2020 19:06 Uhr

Für den symbolischen ersten Spatenstich zum Bau des Hochbehälters der Gemeindewerke Cadolzburg am Kesselberg griffen Wassermeister Thomas Kallert (links) und Bürgermeister Bernd Obst (3. rechts) mit Vertretern der Baufirma zur Schaufel. © Foto: Thomas Scherer


Bis vor kurzem standen dort drei Speicher, die es zusammen auf rund 1800 Kubikmeter Fassungsvermögen brachten. Im November des vergangenen Jahres wurden die älteren Bauten, die zusammen 800 Kubikmeter Wasser vorhalten konnten, abgebrochen. An ihre Stelle tritt der Erweiterungsbau mit deutlich mehr Volumen, nämlich 2800 Kubikmeter.

Im Beisein zahlreicher Gemeinderäte, Fachleute sowie Bürgermeister Bernd Obst erfolgte der symbolische Spatenstich auf fast 400 Metern Meereshöhe oberhalb von Cadolzburg am Kesselberg. "Wir müssen für zukünftige Trockenperioden gerüstet sein", erklärte Obst im Rahmen der Feierstunde. Er meinte damit die deutliche Aufstockung auf zukünftig insgesamt 3800 Kubikmeter Speichervolumen.

Wassermeister Thomas Kallert von den Gemeindewerken Cadolzburg erläuterte, dass sich die maximale Speicherkapazität am Tag mit dem höchsten Wasserbedarf der vergangenen Jahre orientiert. "Und der lag bei etwas über 3700 Kubikmeter", so der Fachmann.

Zusammen mit einer ebenfalls im Bau befindlichen Verbindungsleitung zum Hochbehälter der infra Fürth am Katzenstein nahe Oberfürberg sowie Maßnahmen am Trinkwassernetz setzten die Gemeindewerke in den nächsten Jahren ein ambitioniertes Projekt um, skizzierte Obst die Anstrengungen. Allein der Neubau am Kesselberg schlägt mit vier Millionen Euro zu Buche. Federführend ist das Ingenieurbüro Baurconsult aus Haßfurt, das bereits im Oktober 2017 mit der Erstellung des Konzepts für die Versorgungssicherheit begonnen hatte.

Bis zur Fertigstellung des Hochbehälterneubaus im Frühjahr 2022 ist das Trinkwasser der rund 12 000 Cadolzburger im Bedarfsfall über vermehrte Lieferungen der bisherigen Verbundpartner - infra Fürth, Stadtwerke Zirndorf und Dillenberggruppe - gesichert.

THOMAS SCHERER

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