Freitag, 28.02.2020

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Turnier als Prüfstein vor dem Saisonbeginn

Handball-Bezirksoberligist HG/HSC lädt in die 60er-Halle ein — Beim MTV spricht niemand mehr vom Aufstieg - 05.09.2012 10:38 Uhr

HG/HSC-Trainer Helmut Schmelzle freut sich über einen großen Kader. Dazu zählt mit Andreas Gramlich (vorne) ein Rückkehrer. © Ralf Rödel


Erwin Tabar muss inzwischen ein wenig zurückrudern. Hatte der Coach des MTV Stadeln nach dem Landesliga-Abstieg im vergangenen Mai noch den sofortigen Wiederaufstieg als Ziel ausgegeben, so sagt er nun im Vorfeld des Vorbereitungsturniers der HG/HSC Fürth, man habe sich mittlerweile den Aufstieg nicht mehr als Ziel gesetzt.

„Wir müssen eine neue Mannschaft aufbauen und brauchen dazu sicherlich ein bis zwei Jahre, bevor wir wieder daran denken können, in die Landesliga aufzusteigen“, lautet die neue Sprachregelung. In der Tat haben den MTV einige Spieler verlassen. Die entstandenen Lücken mussten vornehmlich durch junge Spieler aus der eigenen Jugend oder der zweiten Mannschaft geschlossen werden. Eine klassische „Wundertüte“ dürfte Tabars Team also sein – und daher ein interessanter Gast für das Vorbereitungsturnier der HG/HSC Fürth.

Der Gastgeber indes hatte in der Vorbereitung bisher einen Kader in einer Breite zur Verfügung, die im Vergleich mit den vergangenen Jahren, als das Team noch jeweils unter HSC 93 Fürth oder HG Quelle Fürth firmierte, außergewöhnlich ist. Auf insgesamt 17 Mann kann Trainer Helmut Schmelzle zurückgreifen, darunter ist mit Andreas Gramlich ein Rückkehrer, der nach einer Zeit der Handball-Abstinenz wieder eingreifen möchte. Der 31-Jährige ist als wurfgewaltiger Linkshänder im rechten Rückraum und auf Rechtsaußen zu Hause. Ansonsten ist das Team der vergangenen Saison weitgehend zusammengeblieben, ergänzt etwa um einen weiteren Rückkehrer, Jan Dimper, der ebenfalls im Rückraum spielt. Mit Philipp Eyrich, der vom MTV Stadeln zur HG/HSC wechselte und Philipp Döhla vom ESV Flügelrad, gibt es schließlich noch zwei echte Neuzugänge.

Trainer Schmelzle, das liegt auf der Hand, freut sich über so viele Alternativen. „In dem neuen Kader steckt sicherlich auch ein größeres Potenzial als letztes Jahr“, gibt sich der Coach optimistisch. „Ich glaube, dass wir mit dieser Mannschaft einen Platz unter den ersten fünf Teams erreichen können.“

Ein echter Prüfstein für die beiden Fürther Teams dürfte vor allem der TV Erlangen/Bruck sein. Letztes Jahr in die Landesliga aufgestiegen, sind die Werfer aus der Nachbarstadt das am höchsten spielende Team des Turniers. Mit dabei ist auch der ESV Flügelrad Nürnberg, der sich laut seinem Trainer Hans-Peter Peer in diesem Jahr in der Bezirksoberliga konsolidieren will.

Eigentlich wollte auch der HC Forchheim, der bis zur vergangenen Saison noch VfB Forchheim hieß, teilnehmen. Der Bezirksoberligist empfängt nun aber am Samstag um 18 Uhr in der Forchheimer Realschulsporthalle den hiesigen Landesligisten TV Roßtal zu einem Spiel der zweiten Runde des Bayerischen Handball-Pokalwettbewerbs.

Beim Turnier der Frauen am Sonntag treten ebenfalls vier Teams an. Die Gastgeberinnen von der HG/HSC spielen gegen den Bezirksoberliga-Konkurrenten ESV Flügelrad sowie die beiden Bezirksligateams DJK Eintracht Süd Nürnberg und TSV Falkenheim.

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