Unwetter über Fürth: Marathon fand abruptes Ende

5.6.2011, 15:40 Uhr
Sieger beim Metropolmarathon 2011: Andreas Janker läuft mit Kleeblattflagge ins Ziel ein.

© Hans-Joachim Winckler Sieger beim Metropolmarathon 2011: Andreas Janker läuft mit Kleeblattflagge ins Ziel ein.

Die Laufveranstaltung, die seit Freitag tausende Menschen als Läufer wie auch als Zuschauer in die Stadt gelockt hatte, fand bei heftigem Gewitter, verbunden mit Regen und mit Hagelschauern, gegen 15 Uhr zwar ein abruptes Ende. Die Stadt Fürth und ihr Organisator Bernd van Trill zogen eine erste positive Bilanz. "Es ist wunderbar gelaufen", sagte Stadtsprecherin Susanne Kramer. Zufrieden zeigte sich neben den Rettungskräften des BRK, die gut zwei Dutzend Personen vor allem wegen Kreislaufproblemen versorgen mussten, auch die Einsatzleitung der Polizei, derzufolge es rund um das große Spektakel keine nennenswerten Vorkommnisse gab.

Von den Marathonläufern hatte noch vor Mittag und noch bei drückender Hitze und Sonnenschein Andreas Janker aus Röthenbach an der Pegnitz als Erster das Ziel erreicht. Die letzten zehn Kilometer waren eine Tortur für den 28-Jährigen. Der Grund: Neben den schweißtreibenden Temperaturen machten ihm auch Krämpfe in Waden und Oberschenkeln schwer zu schaffen. Doch Janker biss sich durch. Erhobenen Hauptes lief er dennoch über die Ziellinie, über seinem Kopf hielt er eine weiß-grüne Fahne der SpVgg Greuther Fürth. "Es gibt nichts Schöneres", sagte er im Ziel und konnte dabei schon wieder lächeln, "als in der Stadt deines Lieblingsvereins zu gewinnen." 

Tausende Menschen waren seit dem frühen Morgen in Fürth auf den Beinen. Nach dem Startschuss für Marathon und Halbmarathon um 9 Uhr fiel um 10 Uhr der Startschuss für den Staffellauf. Mit von der Partie waren auch heuer wieder eine Bürgermeisterstaffel, an der sich unter anderem Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung und Bürgermeister Markus Braun beteiligen, sowie eine Bahn-Staffel, die von DB-Chef Rüdiger Grube höchstpersönlich angeführt wird. Um 13 starteten die Zehn-Kilometer-Läufer und die Nordic Walker.

An allen Ecken und Enden der Stadt wurden die Läufer von Zuschauern, Bands und Tanzgruppen bei Laune gehalten. Die 144 meist ehrenamtlichen Einsatzkräfte des Bayerischen Roten Kreuzes hatten bis zum Nachmittag 32 Personen, vor wiegend Sportler, medizinisch zu versorgen. Nach Auskunft von Richard Linz von der BRK-Einsatzleitung hatten sie es vorwiegend mit Kreislaufzusammenbrüchen und Dehydrierungen zu tun.

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