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Vergewaltigung: Ausreise des Verdächtigen seit 2016 geplant

Ausländerbehörde hat jahrelang keine Papiere bekommen - 14.11.2018 05:48 Uhr

Der 37-Jährige hatte in der Nähe des Quellenstegs eine Spaziergängerin in ein Gebüsch gezogen und vergewaltigt. © Hans-Joachim Winckler


Damals hatte der in Fürth geborene türkische Staatsbürger bereits die Haftstrafe angetreten, die nun Ende Juni 2018 endete. Geplant war, dass der 37-Jährige direkt im Anschluss an die Haftstrafe ausreisen sollte. "In diesem Zusammenhang legte der Tatverdächtige trotz wiederholter Aufforderung keinen Pass vor. Auch im Zuge der Nachforschungen der Ausländerbehörde konnte der Pass nicht ausfindig gemacht werden", teilt eine Sprecherin der Stadt Fürth auf NN-Anfrage mit.

Deshalb begann man Anfang 2017 damit, Passersatzpapiere zu beschaffen. Mit den türkischen Behörden nahm dabei aber nicht die Fürther Ausländerbehörde, sondern die übergeordnete Zentrale Passbeschaffung für Bayern bei der Regierung von Oberbayern Kontakt auf.

Lichtbilder besorgt

Die Ausländerbehörde Fürth hat "Schritte unternommen", um Lichtbilder des heute 37-Jährigen und ein von ihm unterschriebenes Antragsformular für die Erteilung eines Passersatzdokuments zu bekommen. Ob sie damit auch erfolgreich war, teilte die Stadt Fürth nicht mit.

"Die Verzögerung bei der Beschaffung von Passersatzpapieren beruht in diesem Fall auf der verweigerten Mitwirkung des Tatverdächtigen", betont die Stadt Fürth. Auch jetzt bemühe man sich noch weiterhin um Passersatzpapiere. Allerdings hänge die weitere Entwicklung vom Fortgang des Strafverfahrens ab.

Eine Abschiebungshaft sei nicht möglich gewesen, weil die gesetzlichen Voraussetzungen des Paragrafen 62 des Aufenthaltsgesetzes nicht vorlagen. Der 37-Jährige wird beschuldigt, eine Spaziergängerin im Fürther Pegnitzgrund mit dem Messer bedroht und vergewaltigt zu haben. 

Martin Müller Redaktion Metropolregion Nürnberg und Bayern E-Mail

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