Freitag, 26.04.2019

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Viel Lob für zwei vorbildliche Gönner

Der zum zweiten Mal ausgelobte Stifterpreis ging an Dietmar und Margit Rothe - 14.11.2013 19:00 Uhr

Aus den Händen von Sparkassen-Vorstandschef Hans Wölfel (links) erhielt das Ehepaar Dietmar und Margit Rothe den Stifterpreis. © FN


Dietmar Rothe, der vor über 40 Jahren als erster in Bayern ein unabhängiges Prüfzentrum für Fahrzeuge aller Art gründete und damit finanziell sehr erfolgreich war, ist heute zusammen mit seiner Frau über seine eigene und viele weitere Stiftungen nachhaltig in der Region engagiert. Beispiele sind die Bürgerstiftung Obermichelbach, die Landkreis-Stiftung und die Stiftung „Der Schülercoach“; zudem sind die Rothes Gönner der Gesellschaft zur Förderung des Klinikums Fürth.

Einer der Beweggründe für den ungewöhnlichen Einsatz für die Allgemeinheit liegt in der Biographie von Dietmar Rothe: Seine Erlebnisse als Unfallanalytiker und Sachverständiger schärften den Blick dafür, dass Glück und Gesundheit nichts Selbstverständliches sind und es andere Werte gibt als Erfolg und Geld.

Als Aufsteigergeschichte der besonderen Art schilderte Autor Ewald Arenz in seiner Laudatio Rothes Geschichte. Besonders mache sie, dass „da einer ist, der sein Vermögen mit erstaunlich leichtem Herzen weggibt. Einfach deshalb, weil er da eine Idee sieht, die ihn genauso fasziniert, ihn genauso packt und berührt wie seine eigenen Ideen zuvor. Eine Idee der Menschlichkeit“.

„Das Ehepaar Rothe hilft, wo es nur kann – mit offenem Herzen und viel Freude. Das verdient unser aller Respekt“, freute sich Hans Wölfel, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, über die Auszeichnung, die alle drei Jahre herausragendes gesellschaftliches Engagement würdigen soll. Menschen wie Dietmar und Margit Rothe brauche es, „um dem Gedanken des Stiftungswesens Leben zu geben“. Auch Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung und Landrat Matthias Dießl, beide Schirmherren des Preises, zeigten sich von deren selbstloser Großzügigkeit begeistert.

„Ein gutes Gefühl“

Für Dietmar und Margit Rothe ist Stiften indes etwas Selbstverständliches. „Es ist ein gutes Gefühl, wenn man helfen kann. Ob neues Gerät für die Klinik, ein neues Fahrzeug für die Lebenshilfe oder bessere Ausbildungsmöglichkeiten, es gibt so viele Möglichkeiten des Engagements.“

Ein weiterer Höhepunkt der Gala war die Errichtung einer neuen Stiftung unter dem Dach der Stiftergemeinschaft Fürth. Welchem Zweck sie dienen soll, konnten die Menschen in Stadt und Landkreis Fürth im Vorfeld per Online-Voting oder per Stimmkarte entscheiden. Durchgesetzt hat sich die Idee „Eigenständig leben im Alter“ — eine Stiftung, die sich für eine hohe Lebensqualität und die Selbstbestimmung von Senioren in der Region einsetzen wird.

Wichtige Aspekte dabei sollen die Aktivität und Mobilität älterer Menschen sein. Die Fürther Sparkasse stiftet für den Grundstock der von ihr initiierten Stiftung 20000 Euro, 15000 Euro steuerte die aktuelle Weltspartagsaktion, 1000 Euro der Soziale Klick auf der Website „www.stadt-land-fuerth.de“ bei. Die Sparkasse rundete auf die volle Summe auf.

Einen Einblick in die lebendige Stiftungskultur von Stadt und Landkreis bot ein Film, der den Bogen vom Nathan-Stift über die Stiftung St. Michael bis zur Stiftung Schülercoach nach dem Cadolzburger Modell spannte. Für den musikalischen Rahmen sorgten die „Queenz of Piano“, die vielfach preisgekrönten Pianistinnen Anne Folger und Jennifer Rüth, die Klassik, Humor und Entertainment auf unnachahmliche Weise kombinierten.

 

fn

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