Vorstoß gegen den S-Bahn-Schwenk scheitert im Landtag

3.2.2015, 19:06 Uhr

© Foto: Händel

Den Antrag der Grünen, der Freistaat möge bei Bund und DB auf einen Bau der Gleise entlang der bestehenden Bahnstrecke nach Erlangen drängen, lehnte die klare Mehrheit des bayerischen Landtags ab. Wie mehrfach berichtet, pocht die Stadt Fürth mit Unterstützung von Lokalpolitikern aller politischen Couleur auf diese Variante. Sie schone Umwelt und Landwirtschaft, zudem sei sie erheblich kostengünstiger zu haben.

Zusammen mit dem Bund Naturschutz (BN) und betroffenen Grundstückseigentümern hat die Kommune Klage gegen die DB-Planung eingelegt. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gab bereits einem Eilantrag statt, demzufolge die Bahn nicht in diesem Frühjahr mit dem Bau ihrer Trasse beginnen darf. Zunächst, so die Richter, sei abzuwarten, wie über die Klage aus Fürth entschieden wird. Damit ist freilich frühestens in einem Jahr zu rechnen.

Jahrelanger Dauerstreit

Markus Ganserer, Sprecher für Mobilität in der Grünen-Fraktion, plädierte deshalb in der Landtagsdebatte dafür, sich „nicht weiter hinter dem Bundesverwaltungsgericht zu verstecken“ und beizeiten politisch Farbe zu bekennen. Sowohl Sprecher der CSU und der SPD – deren Fraktion sich größtenteils der Stimme enthielt – als auch der Staatsregierung zeigten sich indes überzeugt davon, dass es sinnvoller sei, nun die juristische Entscheidung abzuwarten. Der Antrag sei zum jetzigen Zeitpunkt „überflüssig“ befand Gerhard Eck, Staatssekretär im Verkehrsministerium.

Man prüfe derzeit aber, ob wenigstens eine Übergangslösung machbar ist. Durch Weichen könnte das im Fürther Bogen bereits verlegte zusätzliche S-Bahn-Gleis an die Bestandsstrecke angebunden werden; dadurch, so Eck, sei möglicherweise schon jetzt eine Entspannung auf der hochbelasteten Strecke zu erzielen.

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