Bundestagswahl

Wahlergebnis im Wahlkreis Fürth: Der Sieger heißt Tobias Winkler

26.9.2021, 22:47 Uhr
Tobias Winkler hat das Direktmandat im Wahlkreis Fürth gewonnen. 

Tobias Winkler hat das Direktmandat im Wahlkreis Fürth gewonnen.  © Thomas Scherer, NN

Bis 18 Uhr hatten am 26. September die Wahllokale geöffnet, danach begann die Auszählung der Stimmen. Nun liegen die Ergebnisse vor: Tobias Winkler holt das Direktmandat.

Bundestagswahl 2021 im Wahlkreis Fürth

Alle Stimmkreise ausgezählt.

Weitere Direktkandidaten: D. Bayer (FDP): 6,6, T. Klaukien (AfD): 8,6, H. Ruttmann (Linke): 3,2, F. Brendecke (Bayernpartei): 0,3, K. Reber (dieBasis): 1,9, S. Wiedemann (Die Humanisten): 0,2, C. S. Walther (Die Partei): 1,6, S. Mielchen (FW): 5,3, K. John (ÖDP): 0,9, A. S. Schmidtell (Volt): 0,3

 

Zweitstimmen-Ergebnisse 2021 im Wahlkreis

Alle Stimmkreise ausgezählt.

Die Ergebnisse im Diagramm zeigen die vorläufigen Zweitstimmen-Ergebnisse im Wahlkreis Fürth. 

CDU/CSU 29,9
SPD 21,5
Die Grünen 15,1
FDP 9,5
AfD 9,0
Freie Wähler 4,9
Die Linke 3,5

Die Stadt Fürth, der Landkreis Fürth und der Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim ohne die Orte Uehlfeld, Dachsbach und Gerhardshofen bilden bei der Bundestagswahl 2021 einen Wahlkreis. Diese drei Orte gehören nun zum Wahlkreis Erlangen.

Mit der Erststimme wird der oder die Wahlkreisabgeordnete im Wege der Direktwahl gewählt. Wer die meisten Stimmen erhält, zieht in den Bundestag ein. Die Erststimme wird auf der linken Stimmzettelhälfte abgegeben.

Mit der Zweitstimme, die auf der rechten Stimmzettelhälfte vergeben wird, wählt man die Landesliste einer Partei. Aus den Zweitstimmen ergibt sich, wie viele Sitze die Parteien im neuen Bundestag insgesamt bekommen. Stimmzettel mit handschriftlichen Zusätzen oder mehr als den besagten beiden Kreuzen sind ungültig. Im einen Fall ist das Wahlgeheimnis gefährdet, im anderen der Wählerwille nicht klar erkennbar.

Wie setzt sich der Bundestag nach der Wahl zusammen?

Maßgebend für die Sitze einer Partei ist die Anzahl der gültigen Zweitstimmen, die sie bundesweit erhalten hat. Berücksichtigt werden grundsätzlich alle Parteien, die im Bundesgebiet mindestens fünf Prozent aller gültigen Zweitstimmen erhalten oder mindestens drei Wahlkreise gewonnen haben. 598 Sitze sind im Bundestag zu vergeben. Durch Ausgleichs- und Überhangmandate hat sich die Zahl der Sitze im Bundestag, der 2017 gewählt wurde, jedoch auf 709 erhöht. Eine 2020 verabschiedete Reform soll sicherstellen, dass das Parlament 2021 nicht noch größer wird.

Was sind Überhangmandate?

Im Grundsatz gilt: Wenn Parteien bei der Bundestagswahl in einem Bundesland mehr Direktmandate durch Erststimmen erringen, als ihnen gemäß dem Zweitstimmenergebnis in diesem Bundesland zustehen würden, werden Überhangmandate vergeben. Dies passiert zum Beispiel dadurch, wenn viele Wähler einer Person der Partei A ihre Erststimme geben, jedoch der Partei B die Zweitstimme. Die erwähnte Reform des Wahlrechts sieht nun jedoch vor, dass Überhangmandate mit Listenplätzen der Partei in anderen Bundesländern teilweise verrechnet werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was sind Ausgleichsmandate?

Ausgleichsmandate dienen dazu, die zustandekommenden Überhangmandate so auszugleichen, dass andere Parteien, die keine Überhangmandate bekommen haben, nicht benachteiligt werden. Neu ist, dass bei der Wahl 2021 beim Überschreiten der Regelgröße des Bundestags von 598 Sitzen bis zu drei Überhangmandate nicht durch Ausgleichsmandate kompensiert werden.

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