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Wassilis Chassiotis: Der etwas andere Griechenland-Trip

FN-Serie zum Sommer mit Corona: Wirt Wassilis Chassiotis und seine alte Heimat - 13.08.2020 23:25 Uhr

Trotz spürbarer Corona-Folgen: „Am Meer ist es schön wie immer“, berichtet Wassilis Chassiotis, hier am Strand mit Ehefrau Katerina und Tochter Maria.

© Foto: privat


Ein paar August-Wochen in Griechenland für Wassilis Chassiotis ist das seit jeher gesetzt. Denn Chassiotis, Wirt des Lokals "Penelope" in Fürths Innenstadt, zieht es wie so viele hier lebende Griechen in der Ferienzeit unweigerlich zurück in die alte Heimat. Und mögen andere Urlaubsziele noch so sehr locken – der sommerliche Griechenland-Trip, er ist quasi alternativlos.


Folge 1: Thomas Zwingel - "Daheim ist es auch sehr schön"


In diesem Jahr aber ist alles anders, das zeigte sich schon bei der Anreiseplanung: Nicht wie üblich per Auto via Balkan wurde die Verwandtschaft angesteuert – denn zu groß ist die Furcht, wegen Corona an irgendeiner Grenze zu stranden, möglicherweise sogar in Quarantäne zu landen.

Also flogen Chassiotis, Ehefrau Katerina und Töchterchen Maria dieser Tage von Frankfurt aus, mit einem reichlich "komischen Gefühl" und die ganze Strecke mit Masken, versteht sich – zumindest für das Trio aus Fürth. Denn nur "etwa 80 Prozent halten sich an die Regeln", hat Chassiotis mit einigem Ärger registriert. Immer wieder seien Ermahnungen des Flugpersonals nötig gewesen.

So ging es am Ziel, in Alt-Epidaurus auf dem Peloponnes, weiter: Im kleinen 20-Betten-Hotel hätten manche ihn und seine Familie "angeschaut, als kämen wir von einem anderen Planeten", wenn sie – wie auch hier vorgeschrieben – konsequent Masken trugen. Dem 45-Jährigen fehlt dafür jedes Verständnis, schließlich gehe es "doch um die Gesundheit von uns allen".

Ihre Laune verderben lassen sich die Fürther Griechen dadurch freilich nicht, schön wie immer sei es am Meer, wo ein Vier-Meter-Abstand zwischen den Schirmen akkurat eingehalten wird. Anders als etwa auf Mykonos, dem "Ischgl von Griechenland", wie Chassiotis abschätzig sagt.

Die Zahl der Menschen in Alt-Epidaurus hingegen sei "nicht vergleichbar mit anderen Jahren". Das allerdings stört Chassiotis nun wieder gar nicht: je weniger, desto besser, denn "wir haben es gern ruhiger".

So sieht er das allerdings nur als Tourist, als Gastronom fühlt Chassiotis mit seinen Kollegen aus der Branche. Viele Stornierungen verzeichne in diesen Tagen auch ihr Hotelier – denn die Corona-Zahlen im Land, sie steigen seit kurzem wieder merklich an.

hän

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