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Wechsel: Metroplex-Kino ab sofort unter neuer Regie

Übergabe am Donnerstag - Die Namensänderung bahnt sich schon an - 31.05.2018 20:00 Uhr

Das Metroplex ist von nun an Teil der Kinowelt Rusch. © Foto: Hans-Joachim Winckler


Zweieinhalb Jahre nach der Eröffnung hat Ach das Haus an die Kinogruppe Rusch aus Aichach übergeben. Diese unterhält als Teil der Cineplex-Gruppe, einem Verbund von bundesweit 25 Kino-Familien, Lichtspielhäuser an acht Standorten: sieben in Bayern, einer in Leipzig. Fürth wird Standort Nummer neun.

Bevor das Metroplex heute um 14.15 Uhr seine Pforten öffnete und ab 15 Uhr unter anderem "Luis und die Aliens" anlief, wurde hinter den Kulissen schon gewerkelt. Denn: Wie Werner Rusch am Mittwoch auf FN-Nachfrage sagte, musste in der Nacht zum Donnerstag das Kassensystem "komplett neu aufgesetzt" werden, weil die Cineplex-Kinos eine andere Software verwenden. Ein IT-Team übernahm das. "Das geht in der Regel reibungslos über die Bühne", sagte Rusch. Es könne höchstens sein, dass die Anzeigen-Monitore "mal was Falsches zeigen". Für alle Fälle wollte der Chef selbst zum Start in Fürth sein.

Wer im Internet nach dem Metroplex-Kino sucht, findet die Homepage noch, wird von dort aber bereits auf die Cineplex-Seite weitergeleitet. An dieser Umleitung will Rusch "noch eine Weile" festhalten, doch betont er, die ersten Tickets würden bereits über die neue Seite gebucht.

Die Tickets sind im Online-Verkauf um einen Euro billiger als an der Kinokasse. Laut Rusch herrscht in der ersten Woche in Fürth insofern Ausnahmezustand, als es das Vormittagsprogramm an Sonn- und Feiertagen und die in seinen Häusern von Donnerstag bis Sonntag üblichen Spätvorstellungen dann noch nicht gibt.

Name erscheint schon in Weiß-Rot

Der grüne Namenszug "Metroplex" mit integriertem Kleeblatt erscheint auf der Cineplex-Seite aktuell in weißer Schrift auf rotem Grund. Er mutet damit schon ein wenig an wie das Cineplex-Logo, das früher auch noch die Farbe blau enthielt. Manchem Fürther mag es in der Seele wehtut, doch Rusch lässt keinen Zweifel daran, dass die Umbenennung und damit die Umfärbung eine Frage der Zeit und wohl Formsache sind. Die Gesellschafter müssten noch zustimmen, aber die Standards eines Cineplex etwa bei Saalgrößen oder Technik seien erfüllt.

Seine Familie habe über einen Doppelnamen nachgedacht, so Rusch. Cineplex-Metroplex. "Wir haben lang überlegt, aber das macht für uns keinen Sinn." Irgendwann werde der jetzige Name geändert. Eine Jury hatte ihn aus 900 Einsendungen an die Fürther Nachrichten ausgewählt. Rusch versichert auf Nachfrage allerdings: Signalrot wie in Aichach sein ganzes Kino-Gebäude soll das hiesige Lichtspielhaus ganz sicher nicht werden. "Ein komplett roter Block in Fürth wäre kontraproduktiv."

Birgit Heidingsfelder

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