Stadt(ver)führungen

Wegweiser durch Fürths Gegenwart und Vergangenheit

19.9.2021, 16:00 Uhr

"Weggeschichten in Szene gesetzt":  Gisela Simoneit und ihre Theatergruppe stellten St. Michael Leben und Werk bekannter Fürtherinnnen und Fürther szenisch dar. © Hans-Joachim Winckler, NN

Nicht schlecht, gerade in Coronazeiten: Über 1500 Menschen, schätzt Eike Söhnlein von der Tourist-Info, haben an den über 100 Spaziergängen und Programmpunkten im Rahmen der „Stadt(ver)führungen“ teilgenommen. „Damit sind wir sehr zufrieden.“ Auch seien die Führerinnen und Führer, so die erste Rückmeldung, sehr angetan gewesen vom großen Interesse des Publikums an der Stadtgeschichte. Zum Vergleich: Im letzten Jahr zählte die Tourist-Info knapp 1200 Teilnehmer. Vor Corona (2019) waren es über 3000.

"Wir sind wer": Norbert Authenrieth führte die Besucher durch Fürths Prachtstraßen. © Hans-Joachim Winckler, NN

Alle Führungen standen unter dem alles verbindenden Motto "Wegweiser". "Von Straßen und Gassen" lautete etwa eines der Angebote des jüdischen Museums - geleitet von Straßennamen legten die Teilnehmer einen Faden durch die wechselvolle jüdische Stadtgeschichte. Norbert Authenrieth nahm seine Gäste mit auf eine Reise in das großbürgerliche Lebensgefühl Ende des 19. Jahrhunderts, als Fürth sich zu einer blühenden Industriestadt entwickelte. Sichtbarer Ausdruck dafür sind die beiden Prachtalleen Königswarterstraße und Hornschuchpromenade.

Theater in der Kirche

Gisela Simoneit und ihre kleine Theatergruppe brachten in St. Michael dem Publikum bekannte Persönlichkeiten aus Fürth und dem Umland szenisch und in Reimform näher, die Straßen und Wegen ihren Namen geben, wie etwa der Pfarrer Johann Pfister, Rudolf Schiestl und Bella Rosenkranz.

"Drum Circle": Musikpädagogin Evi Reich nahm die Teilnehmer im Pavillon der Adenaueranlage mit auf eine musikalische Reise. © Hans-Joachim Winckler, NN

Im Pavillon der Adenaueranlage nahm Evi Reich (Mitte) die großen und kleinen Teilnehmer ihres „Drum Circles“ mit auf eine musikalische Reise zum „Herzschlag der Stadt“, wie sie es nannte - ohne Noten oder festgelegte Rhythmen ging es an Werk, die kleinen und großen Trommlerinnen und Trommler ließen sich rasch vom Temperament der Musikpädagogin und ihrer beiden Kollegen mitreißen.

"Fürth für Anfänger": Renate Meßner-Brütting gab auf dem Wochenmarkt und in der Neuen Mitte Einblicke in die jüngste Entwicklung der Kleeblattstadt. © Hans-Joachim Winckler, NN

Eike Söhnlein von der Fürther Tourist-Info hofft nun sehr, dass im nächsten Jahr die Stadt(ver)führungen wieder ganz ohne Beschränkungen stattfinden können und dann die Teilnehmerzahlen wieder ähnlich hoch sein werden wie vor Corona.

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