Montag, 19.04.2021

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Wilhermsdorf: Die WBG erobert das Ritterhaus

Die Familie Stechert verkauft das markante Gebäude: Ein Regionalmarkt oder ein Café könnten einziehen. - 21.12.2020 15:59 Uhr

Ein Gebäude, prägend für das Wilhermsdorfer Ortsbild: das Ritterhaus am Marktplatz.

21.12.2020 © Heinz Wraneschitz


Die Rede ist vom Kauf des nach der Hauptkirche wohl repräsentativsten Wilhermsdorfer Gebäudes, der bei einem Notartermin unter Dach und Fach gebracht wurde: Das so genannte Ritterhaus am Marktplatz wechselt aus dem Besitz der Familie Stechert zur WBG.

Im Treppenhaus vor dem Rittersaal: Wilhermsdorfs Bürgermeister Uwe Emmert (li.) und WBG-Geschäftsführer Timo Schäfer.

21.12.2020 © Heinz Wraneschitz


Gut eine Million Euro hat das vor etwa zehn Jahren "aufwändig sanierte und modernisierte, denkmalgeschützte Objekt" aus den 1720er Jahren gekostet. Auf den Preis, durch ein neutrales Wertgutachten ermittelt, habe man sich einvernehmlich geeinigt, erklärt WBG-Geschäftsführer Timo Schäfer.

Immobilie mit viel Platz

Das Ritterhaus beherbergt vier vermietete Wohnungen. Leer stehen zurzeit das vom Marktplatz barrierefrei zugängliche Erdgeschoss sowie das gesamte Obergeschoss mit dem großen Rittersaal nebst Nebenräumen.Hier oben hatte der bereits länger verstorbene Unternehmer Franz Stegner dem erst jüngst verstorbenen Chorleiter Gotthilf Fischer mit einem Museum ein Denkmal setzen wollen. Jetzt erhoffen sich WBG und Gemeinde "nachhaltige Mieter", die das Stockwerk zum Beispiel für Bürozwecke nutzen. "Eine Küche, sogar mit Zapfhahn, ist genauso vorhanden wie Toilettenanlagen", stellt Bürgermeister Uwe Emmert heraus.

Belebung am Marktplatz

Das Erdgeschoss wiederum war bis vor gut zwei Jahren durch eine Bäckerei mit Café belegt. Die Gemeinde hat es zwischengemietet, um dem Seniorenbeirat in Corona-Zeiten Treffen zu ermöglichen. "Uns liegt die Belebung des Marktplatzes am Herzen", nennt Emmert seinen Hauptwunsch.

Als Mieter kann er sich besonders "einen Regionalmarkt oder Ähnliches vorstellen. Die Räume sind aber auch trennbar". Es gibt zwei Eingänge.

Die Nutzung mit Blick auf ein Café – zurzeit existiert kein solches Angebot im Zenngrundort – wäre ebenfalls wünschenswert. Aber: "Hauptsache nachhaltig" sollten die Mieter sein, "der Preis steht nicht im Vordergrund", macht WBG-Chef Schäfer Interessenten Appetit aufs Ritterhaus.

HEINZ WRANESCHITZ

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