Onlineverfahren

Willy-Brandt-Anlage: Eine Woche Nachspielzeit für die Bürgerbeteiligung

1.6.2021, 16:00 Uhr
Noch bis zum 6. Juni läuft die Bürgerbeteiligung zur Umgestaltung des Quartiers rund um die Willy-Brandt-Anlage. 

Noch bis zum 6. Juni läuft die Bürgerbeteiligung zur Umgestaltung des Quartiers rund um die Willy-Brandt-Anlage.  © Tim Händel

Ausgelaufen wäre die Frist eigentlich am vergangenen Sonntag, "aufgrund eines technischen Problems", so heißt es in einer Mitteilung aus dem Rathaus, sei die Teilnahme an der Onlinebefragung aber den ganzen letzten Tag über nicht möglich gewesen. Reihenweise ploppte die Meldung auf: "Formular derzeit nicht verfügbar".

Nicht nur deshalb, sondern, so die Stadt, auch wegen der "sehr großen Resonanz" sei man nun in die Nachspielzeit gegangen. Noch bis zum kommenden Sonntag, 6. Juni, können die Fürtherinnen und Fürther mitreden, wenn es um das Erscheinungsbild der Grünanlage samt umliegender Prachtstraßen geht. Wie berichtet, ist das heftig umstritten: Während die einen für möglichst wenige Autos im Quartier kämpfen, fordern die anderen den weitgehenden Erhalt von Parkmöglichkeiten.


Fürther Willy-Brandt-Anlage: Der Streit um die Umgestaltung hält an


Im Rahmen der Bürgerbeteiligung gibt es auf der Internetseite der Stadt (www.fuerth.de) die Möglichkeit, sich zu zwei Schwerpunkten der Planung zu äußern: zur Gestaltung der Grünanlage und zum Verkehrskonzept. Videos, Lagepläne und Entwürfe veranschaulichen verschiedene Aspekte – den Autoverkehr etwa oder das Parkraumangebot.

Mehrere Alternativen

Die Teilnehmenden können vorgegebene Antwortalternativen auswählen – von "sehr gut" und "gut" über "akzeptabel" bis hin zu: "Damit kann ich mich nicht anfreunden." Nachdem sich bereits zwei Anwohnerinitiativen mit sehr unterschiedlichen Standpunkten in die Debatte eingebracht haben, meldet sich nun auch der örtliche Bund Naturschutz (BN) noch einmal zu Wort. Er stärkt in einer Stellungnahme der Stadt den Rücken, die in der von ihr vorgelegten Planung den Autoverkehr rund um die Grünanlage in Hornschuchpromenade, Königswarterstraße und Rudolf-Breitscheid-Straße einzudämmen versucht.


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Man sei beim BN der Auffassung, "dass diese Neugestaltung die Chance birgt, eine zukunftsweisende Neugestaltung in einer der architektonischen Visitenkarten der Stadt umzusetzen". Das Viertel bekomme die Bedeutung, die es verdient, Fürth gewinne an Lebensqualität.

Dabei müssen in den Augen der Naturschützer Aspekte wie Grüngestaltung und Baumschutz, Aufenthaltsqualität und Freizeitwert, Stadtbild und Lärmreduktion eine wichtige Rolle spielen.

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