Sonntag, 11.04.2021

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Wo steht dieses stattliche Anwesen?

Miträtseln ist wieder einmal erwünscht - 27.02.2021 21:00 Uhr

Frühjahrsputz dauert in diesem Anwesen, über dessen Geschichte das Stadtarchiv gern Bescheid wüsste, etwas länger.

26.02.2021 © Foto: Stadtarchiv/Lotter


Dirk Preusses ehrbarer Beruf: Fensterputzer. Ihn bat der NDR vor nicht allzu langer Zeit, eine Rangliste der gelungensten Fensterputz-Methoden aufzustellen. Gerade jetzt, wo der Frühling sich langsam auf die Bühne traut, keine schlechte Idee.

Platz drei, so befand Herr Preusse: Zeitungspapier. Tageszeitungspapier ist nämlich supersaugfähig und fusselt nicht, schon gewusst? Aber niemals Zeitschriftenpapier verwenden, das ist beschichtet und taugt nicht zum Aufsaugen. Platz zwei: Fenster-Sauger. Allerdings muss das Wasser am Rand der Scheibe öfter mal nachgeputzt werden, weil das Gerät nicht in alle Ecken kommt. Testsieger: das Mikrofasertuch. Herr Preusse schwärmt vom streifenlosen Glanz, den dieses Wunder aus der Erfinderwerkstatt möglich macht. Bis hierhin vielen Dank, Herr Preusse.

Was das nun alles mit der heutigen Archivperle zu tun hat? Der erste Blick fällt voller Mitleid auf die mehr als stattliche Anzahl Fenster dieses sehr schmucken Hauses. Wer auch immer hier mit der Aufgabe "Fensterputzen" auf Platz eins seiner To-do-Liste Hand anlegt(e), benötigt starke Nerven und ein gewisses Maß Schwindelfreiheit.


Archivperlen-Auflösung: Ruf doch mal an!


Da zudem der 1950 verstorbene Heinrich Lotter den Auslöser bediente, scheiden zwei bequeme Preusse’sche Fensterputz-Methoden schon einmal aus. Die Vokabeln "Fenster-Sauger" und "Mikrofasertuch" hätten den Herrschaften, die hier auf gleich drei Seiten in unverbaute Natur schauen, zwei große Fragezeichen ins Gesicht gezaubert. Zeitungspapier wiederum war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts außerdem nicht von jener Qualität, die den Leser auf die Idee hätte bringen können, gleich auch die Fenster vom Winterdreck zu befreien.

Was ansonsten ins Auge fällt, sind der äußerst großzügige Grundriss und das tollkühne Zeltdach mit markantem Seitengiebel - der Hausherr lag dem Baumeister ganz gewiss nicht mit Sparbefehlen in den Ohren.

Ob dieses Haus in Fürth steht oder stand oder eher dafür sorgte, dass den Mitmenschen im Landkreis die Kinnladen runterfielen: Stadtarchivar Martin Schramm weiß es nicht. Das Lotter-Foto liegt gut verwahrt im Burgfarrnbacher Schloss, doch wieder mal ist das Archiv-Team auf die Unterstützung unserer Leserinnen und Leser angewiesen. Denn über das Anwesen wissen die Fachleute schlicht und einfach: nichts.

Wer helfen möchte, schreibe eine Mail an die Adresse redaktionfuerth@pressenetz.de, kommentiert unter diesem Artikel oder wähle den postalischen Weg (Fürther Nachrichten, Schwabacher Straße 106, 90763 Fürth).

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