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Dienstag, 15.10.2019

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Wohin geht die Montessori-Schule?

Fürth oder Langenzenn: Die Entscheidung liegt jetzt in den Händen der Initiative - 10.07.2019 16:00 Uhr

Eröffnet hier, im „Alten Schulhaus“ in Langenzenn, bald eine Montessori-Schule? Bürgermeister Jürgen Habel besucht mit Victoria Loebermann-Fickl (rechts) und Nina Wibmer, den beiden Vorsitzenden der Montessori-Initiative Fürth, den möglichen Standort. © Satz Studio Schuh Langenzenn


Die Montessori-Initiative Fürth hat sich bei einer Sondersitzung im Stadtrat vorgestellt. Langenzenn ist als ein möglicher Standort für eine private Montessori-Schule im Gespräch, die im September 2020 mit einer Lerngruppe von bis zu 16 Schülern starten soll.

"Die Verhandlungen sind aus Sicht der Stadt sehr weit fortgeschritten", sagt Bürgermeister Jürgen Habel. "Wir sind uns in allen Belangen einig."

Für den Aufbau der Schule könne die Stadt Langenzenn schrittweise das sogenannte "Alte Schulhaus" am Klaushofer Weg 1 zur Verfügung stellen, das derzeit nur teilweise genutzt wird, und danach zusätzlich den bisherigen Kinderhort in der Ringstraße. Unabhängig von Montessori hatte der Stadtrat bereits beschlossen, dass ein neuer Hort gebaut wird, weil der bisherige zu klein ist und eine Erweiterung ausscheidet. "Eine bessere Verwendung für das sonst leerstehende Gebäude können wir uns kaum vorstellen", meint Habel.

Nach dem Start 2020 soll die private Schule, in der es keine Noten gibt, jedes Jahr um eine Gruppe wachsen, bis sie am Ende vier Klassen mit 96 Kindern umfasst. Die Stadt Langenzenn möchte auch ein Angebot für ein Grundstück machen, auf dem ein Schulneubau mit Erweiterungsmöglichkeiten entstehen kann. Für einen Vertragsabschluss seien aber noch weitere Details zu klären.

Aus diesem Grund betrachtet Fürths Schulbürgermeister Markus Braun die Entscheidung über die Standortfrage als "offen". Zwar hätten sich Verhandlungen mit einem Investor zerschlagen, aber im Norden der Stadt gebe es Möglichkeiten für einen Standort, den die Kommune gerade prüfe. "Es liegt in den Händen der Initiative", sagt Braun. Der Bürgermeister ist skeptisch, dass viele Schüler aus Fürth nach Langenzenn fahren würden. "Die Pendelströme gehen in die entgegengesetzte Richtung."

Fürth sieht sich, ebenso wie Langenzenn, mit steigenden Schülerzahlen konfrontiert. Bürgermeister Jürgen Habel erwartet, "dass aus Fürth und dem Landkreis in etwa gleichermaßen Schüler die Schule besuchen". Er betont: "Auch alle Fürther Schülerinnen und Schüler werden wir herzlich willkommen heißen." Das etwas andere Bildungsangebot von Montessori mit seiner ganzheitlichen und individuellen Betrachtung des Kindes und seiner naturnahen und weltoffenen Pädagogik könne eine "tolle Alternative" für viele Kinder und Eltern in Langenzenn und dem weiteren Umkreis sein.

Claudia Freilinger

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