Projekt in Langenzenn

Zirkus ZappZarap: Nicht nur der Clown trägt Maske

12.9.2021, 21:00 Uhr
Akrobatik auf dem Fahrrad zeigen die Nachwuchsartisten in Langenzenn ebenfalls.

Akrobatik auf dem Fahrrad zeigen die Nachwuchsartisten in Langenzenn ebenfalls. © Foto: Kommunale Jugendarbeit im Landkreis Fürth

Akrobatinnen, Clowns, Zauberei und vieles mehr: Noch immer fasziniert der Zirkus Groß und Klein. In diese kunterbunte, fremde Welt einmal einzutauchen, dazu haben aktuell 100 Kinder und Jugendliche in Langenzenn die Möglichkeit. In dieser Ferienwoche macht der pädagogische Projektzirkus ZappZarap hier Station.

Dabei gewährt er den Schülerinnen und Schülern nicht nur Einblicke ins Zirkusleben, sondern hat für alle auch aktive Mitmachmöglichkeiten im Gepäck. Am Ende der Projektwoche soll das Geprobte in die Manege transportiert werden. Dann finden Vorstellungen für die Eltern statt.

"Die 100 Plätze waren schnell ausgebucht", sagt Pädagogin Julia Karl vom Langenzenner Jugendzentrum Alte Post. Sie selbst, aber natürlich auch die Eltern der teilnehmenden Kinder seien sehr froh darüber, dass das Projekt stattfinden kann. Schon seit geraumer Zeit stellen die Alte Post und ZappZarap dieses im Zweijahresturnus auf die Beine. Das letzte Mal im Jahr 2019, also noch vor der Corona-Pandemie.


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Im Vergleich zu damals müssen nun viele Regeln beachtet werden. So herrscht bei allen Aktivitäten im Zelt für alle Beteiligten Maskenpflicht. In der Manege und auch draußen in den Übungsbereichen sind "auf den Hauptverkehrswegen"", so nennt es Karl, die Laufrichtungen eingezeichnet. Das diene dazu, dass sich die in Kleingruppen eingeteilten Kinder nicht durchmischen. In der gleichen Formation bleiben sie auch bei den Proben und beim Mittagessen. Außerdem wurden am Montag, Mittwoch und Freitag, jeweils vor Beginn des Programms, alle Teilnehmer per Selbsttest auf das Coronavirus getestet. Egal ob geimpft oder genesen – dies galt auch für die zwei mitwirkenden Zirkuspädagogen, die drei Mitarbeiter des Jugendzentrums sowie für die 21 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer. "Normalerweise treffen wir uns morgens erst einmal im Zelt und starten mit einer Tagesbesprechung. Jetzt sind die gemeinsamen Selbsttests unser Anfangsritual", sagt Karl und nimmt es mit Humor.

Der Freude an dem Zirkusprojekt, das am Bolzplatz auf den Zennwiesen stattfindet, würde das dennoch keinen Abbruch tun, berichtet die Pädagogin. Am Montag gab es zunächst ein Schnuppertraining, bei dem die Kinder und Jugendlichen ausprobieren konnten, was ihnen am besten gefällt: Feuershow, Trapezakrobatik, Trampolin? Jeder durfte sich für zwei der insgesamt 18 Workshops entscheiden. Seit Dienstag wird täglich etwa fünf Stunden lang geprobt.


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Am heutigen Freitag steht um 11 Uhr die Generalprobe auf dem Programm, ehe um 14 Uhr die erste Vorstellung beginnt. Am Samstag heißt es um 11 und um 14 Uhr weitere Male "Manege frei!". Es gilt die 3G-Regel sowie Maskenpflicht bis zum Platz.

Ins Zelt können coronabedingt allerdings nur 100 statt wie sonst knapp 300 Zuschauer. "Auch hier mussten wir aufgrund der Beschränkungen leider Abstriche machen", erklärt Karl. Dafür gibt es in diesem Jahr drei anstatt zwei Vorstellungen.

Die Karten werden nicht öffentlich verkauft, sondern nur unter den Teilnehmenden ausgegeben. Jedes Kind erhält zwei Karten, so dass zumindest Mama und Papa einmal sehen können, was ihre Sprösslinge auf die Beine gestellt haben.

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