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Montag, 13.07.2020

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Zirndorf: Bei Wigner summen die Bienen

Unternehmen aus der Bibertstadt lässt am Geschäftsgebäude imkern - 26.05.2020 06:55 Uhr

Direkt neben dem Bienenstock blüht die Katzenminze: Ellen und Eberhard Wigner mit ihrer neuen "Belegschaft", die für das Honigsammeln zuständig ist. © Thomas Scherer


Nach dem Projekt "Bäume für die Welt", über das die Firma statt Einkaufstüten Baumpflanzungen finanziert, sehen die Wigners die Ansiedlung der Bienen als weiteren Mosaikstein im Gesamtbild. Bei der Suche nach einem Partner wurden sie bei "Beefuture" aus Weißenhorn fündig: Gründer und Geschäftsführer Frank Weiß vergibt "Bienenpatenschaften".

Weil ein sonniger Ort wichtiger ist als ein ruhiger, "war klar, dass wir unser Bienenvolk am besten auf der Südseite des Geländes platzieren", so Ellen Wigner. In der stark befahrenen Rothenburger Straße sah Imker Weiß kein Problem – und der Fachmann behielt Recht: Seit einiger Zeit schon herrscht reger Flugbetrieb am Bienenstock. Der Standort beeinträchtigt auch die Qualität des Honigs nicht.

Da die Bienen Eberhard Wigner zufolge vorzugsweise Privatgärten oder den Zimmermanns-Park zur Nahrungssuche ansteuern, bestehe keine Gefahr, dass sie in stark landwirtschaftlich genutzte Bereiche fliegen, die Gefahren für die Nützlinge bergen. Gut 2000 Euro lassen sich die Wigners ihr Bienenvolk inklusive der kompletten Pflege kosten.

Binnen vier Wochen rechnet der Imker, der regelmäßig nach dem Rechten schaut, mit einer Population von bis zu 50 000 Exemplaren. Bis dahin müssen die für das Ökosystem wertvollen Insekten Enormes leisten: "Für ein Kilo Honig fliegen die Bienen rund fünf Millionen Blüten an", weiß Ellen Wigner, die sich inzwischen in die Materie eingearbeitet hat.

Direkt vor dem Geschäft wartet bereits der erste Leckerbissen auf die Insekten: Auf rund 100 Quadratmetern erstreckt sich hier Katzenminze. Wenn alles gut läuft, und davon gehen die Wigners aus, entstehen bis zum Spätsommer 15 Kilogramm bester Honig – und der habe "mit dem, was vielfach angeboten wird, nichts zu tun", glaubt das Ehepaar.

Thomas Scherer

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