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Zu viel Andrang: Playmobil-Funpark bessert Konzept nach

Am heißen Pfingstmontag kam es in manchen Bereichen zu Gedränge - 03.06.2020 14:10 Uhr

Am Samstag (Foto) verteilten sich die Familien gut. Am Montag zog es viele zu den Wasserspielplätzen.

© Ron Hübner


Viel Lob hatte es am Samstag für den FunPark gegeben. Dass die Besucherzahl mit Blick auf Corona reduziert worden war, war beim Auftakt zu spüren. So entspannt gehe es hier sonst an Ferientagen nicht zu, sagten mehrere Familien im Gespräch mit den FN.

Am Pfingstmontag zeigte sich ein anderes Bild. Auffällig viele negative Rückmeldungen bekam Playmobil an diesem Tag auf der Facebook-Seite des Parks. Es sei erschreckend voll gewesen, hieß es da, Abstände seien nicht einzuhalten gewesen. Die Einrichtung habe das richtige Maß nicht gefunden, von einer Beschränkung der Besucherzahl sei nichts zu merken gewesen.

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Saisonauftakt in einer besonderen Zeit: Die Besucherzahl ist begrenzt, und mancherorts muss kurz die Maske aufgesetzt werden. Den Spaß der Besucher minderte das am ersten Tag der Freiluft-Saison im Playmobil-Funpark ganz offensichtlich nicht.


Auf FN-Nachfrage versichert Playmobil-Sprecher Björn Seeger, dass seit der Öffnung am Samstag maximal 3000 Besucher pro Tag eingelassen werden. Damit liege man unter der von Behörden genehmigten Zahl. Man sei damit auch weit entfernt vom Normalbetrieb, so Seeger: In anderen Jahren strömten an manchen Sommertagen mehr als 12.000 Besucher herein.

Auch am Pfingstmontag, sagt Seeger, habe man sich an die 3000-Marke gehalten. Es seien aber „etwas mehr Menschen“ im Park gewesen als am Samstag oder Sonntag. Was zudem passierte: Weil es heiß war, zog es viele Besucher zu den Bereichen, wo Kinder am oder mit Wasser spielen konnten. Hier habe es dann tatsächlich zu viel Auflauf gegeben, sagt der Sprecher. Daraus habe man bereits Schlüsse gezogen. Dass manche sich an normale Tage erinnert fühlten, habe wohl auch mit „subjektivem Empfinden“ zu tun.

Auf Nachfrage bestätigt Christian Ell, Sprecher des Landratsamts: Vor allem an den Wasserspielplätzen hielten sich so viele Gäste auf, dass sich die Abstands- und Hygienemaßnahmen zum Teil nicht einhalten ließen. Die Verantwortlichen des FunParks hätten aber bereits gegengesteuert. Gleich am nächsten Morgen seien sie eigenständig auf das Ordnungsamt zugegangen, um Korrekturen am Konzept abzustimmen. Mit neuen Absperrungen soll der Zugang zu den Bereichen nun besser kontrolliert werden.

Ell betont: Grundsätzlich erfülle der FunPark das Sicherheitskonzept. Man bleibe weiter im Austausch. Alles werde dokumentiert, „wir sind mit allen Ämtern in Kontakt und die Mitarbeiter sind sensibilisiert“, sagt auch Seeger. Er betont: „Wir bedauern es, wenn Familien das Gefühl hatten, es sei zu voll.“

Unterm Strich betrachtet er den Saisonauftakt indes als gelungen, man habe ein gutes Konzept. Dazu gehören etwa Abstandsmarkierungen beim Schlange-Stehen und eine Maskenpflicht für alle ab sechs Jahre in überdachten Bereichen. Dass man nun in der Praxis dazulerne, sei in dieser ungewöhnlichen Situation normal, meint Seeger.


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Die Aufsicht werde dadurch erschwert, dass nicht immer erkennbar sei, zu wem Kinder gehören. Daher appelliert Seeger an die Eltern, ebenfalls mit auf die Abstandsregeln zu achten. „Jeder kann zum Gelingen beitragen.“

Den Familien wolle man in dieser Zeit, in der viele auf Urlaub verzichten, unbeschwerte Stunden bieten. Bewährt sich das Konzept, will man darüber nachdenken, wie die Besucherzahl wieder etwas erhöht werden könnte.

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