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Gassigehen im Winter: Mit diesen Tipps haben Hunde Spaß

Für Mensch und Tier: Neun Tipps für die kalte Jahreszeit - 24.10.2019 13:54 Uhr

Vor allem sehr kälteempfindliche Hunde oder auch dünnhäutige bzw. dünnfellige Rassen profitieren von einer Bekleidung im Winter


1. Wichtig: Pfotenpflege beim Hund

Nässe, Kälte und Streusalz können den Pfotenballen der Hunde im Winter schnell zusetzen. Die Folge: Die Ballen werden spröde und können einreißen. Für die Tiere ist das dann mindestens genauso unangenehm wie für uns Menschen. Eine entsprechende Pfotenpflege ist für den Vierbeiner im Winter deshalb wichtig und sinnvoll. Dazu gehört beispielsweise, das Fell zwischen den Pfoten zu kürzen, um zu vermeiden, dass sich dort Eis, Schnee oder Streugut ansammeln. Salz und Schmutz sollten nach jedem Spaziergang mit einem lauwarmen Pfotenbad entfernt werden. Dabei sollten die Ballen und Pfoten auch regelmäßig auf Verletzungen untersucht werden. Viele Hundehalter berichten über gute Erfahrungen bei der Anwendung von Vaseline, Pfotenwachs oder auch Melkfett. Das macht die Ballen geschmeidig und widerstandsfähiger. Kleinere Risse können mit Wundheil- oder Ringelblumensalbe behandelt werden.

2. Schuhe für Hunde?

Ja, es gibt sie: Schuhe für Hunde. Im Normalfall braucht der Hund keine dieser sogenannten „Booties“. Seine Pfoten kommen nämlich auch mit kaltem Wetter und den verschiedensten Untergründen gut zurecht. Etwas anders verhält sich die Situation aber im Winter, wenn die Gassistrecke über mit Salz und Splitt gestreute Wege verläuft. Hier können diese Hundeschuhe dem Hund durchaus Schutz vor Verletzungen bieten und das Laufen angenehmer machen. Allerdings helfen die Booties auch nur dann, wenn sie richtig passen! Zudem sollten sie nur dann getragen werden, wenn es für den Hund notwendig ist. Wichtig: Die Überzieher müssen schmutzabweisend, rutschfest und wasserdicht sein. Auch sollten Sie Ihren Vierbeiner langsam an die Schuhe gewöhnen – in der Regel sind die Hunde anfangs nicht sonderlich begeistert von einer Fußbekleidung.

3. Hundemantel – Schnickschnack oder gute Wahl?

Ähnlich verhält es sich mit den Hundemäntelchen. Oft genug kann man sich kaum ein Grinsen verkneifen, wenn der Nachbarshund mit der neuesten Glööckler-Kollektion aufläuft. Aber nicht immer sind diese Accessoires nur modischer Firlefanz. Vielmehr können Hundemäntel durchaus der Gesundheit des Tieres zuträglich sein. Vor allem sehr kälteempfindliche Hunde oder auch dünnhäutige bzw. dünnfellige Rassen profitieren von einer Bekleidung im Winter. Wie bei den Hundeschuhen muss auch bei den Hundemänteln auf die richtige Passform geachtet werden. Sie dürfen weder zu eng anliegen noch zu locker sitzen und sollten außerdem aus einem hautfreundlichen Material hergestellt sein. Zudem dürfen die Mäntel bei Bewegung nicht scheuern und müssen atmungsaktiv sein, damit Hitzestaus vermieden werden. Einzig bei der Optik gibt es keine Einschränkungen – hier entscheidet der eigene Geschmack.

4. Parasitenschutz im Winter?

Nein, liebe Hundehalter, auch für die kalte Jahreszeit kann keine Entwarnung gegeben werden – um den Parasitenschutz kommen wir auch im Winter nicht drum herum. Freilich, bei niedrigen Temperaturen sind Biester wie Zecken weitaus weniger aktiv. Trotzdem: Klettert die Quecksilbersäule an milden Wintertagen auf sieben Grad an, hocken auch schon wieder die Zecken auf Gräsern und Büschen, um sich an warmblütige Wirte anhaften zu können. Deshalb ist nach der Gassirunde auch im Winter Kontrolle angesagt. Übrigens: Gleiches gilt auch für Endoparasiten, also Würmer, Giarden & Co.

5. Unerlässliche Fellpflege

Auch im Winter darf die Fellpflege beim Vierbeiner keinesfalls vernachlässigt werden. Denn nur ein gut gepflegtes Fell kann der Nässe und der Kälte optimal Widerstand leisten. Abgestorbene Haare wärmen den Hund nicht mehr und hindern das Fell am Nachwachsen. Deshalb sollten Sie regelmäßig zur Bürste greifen – was übrigens auch der Durchblutung der Haut des Hundes richtig gut tut. Verschmutzungen im Fell entfernt man am besten mit einem feuchten Tuch oder bürstet sie getrocknet aus dem Fell.

6. Vorsicht bei Rute und Ohren!

Besitzt Ihr Hund große, dünne Ohren oder eine Rute ohne Fell? Bitte denke daran, dass diese Körperteile an kalten Tagen einer großen Frostgefahr ausgesetzt sind! Deshalb Ohren und Rute nach langen Winterspaziergängen nur ganz sanft (wenn überhaupt nötig) trocken rubbeln.

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7.Langweilige Winterspaziergänge?

Die Tage werden immer kürzer und bei vielen berufstätigen Hundehaltern ist schon die Dunkelheit angebrochen, bevor sie sich mit dem Hund auf die Gassirunde begeben können. Oft wird aus diesen Spaziergängen deshalb eine Pflichtrunde für das Gewissen. Für die Hunde ist aber auch der Auslauf im Winter eine interessante Sache. Zum einen sehen sie besser als wir Menschen und zum anderen sind sie uns um mehrere Nasenlängen voraus. Um dem Hund also immer wieder neue Eindrücke bieten zu können, sollten auch die Gassirunden im Winter abwechslungsreich gestaltet und immer wieder neue Routen eingebaut werden. Denke dabei aber stets auch an die Sicherheit! Reflektoren und Blinkhalsbänder verhindern in der Dunkelheit, dass der Hund zur Stolperfalle wird. Und auch die eigene Kleidung muss immer den Lichtverhältnissen angepasst sein!

8. Winterzeit = Erkältungszeit

Nicht nur uns selbst, sondern auch das Tier kann im Winter schnell eine Erkältung ereilen. Das passiert zum Beispiel dann, wenn der durchnässte Hund zu lange in der Kälte steht oder auf dem kalten Boden liegt. Hier kann dann schnell eine Blasen- oder sogar eine Lungenentzündung entstehen. Zudem herrscht in vielen Wohnungen im Winter viel zu trockene Luft. Das ist auch für die Hunde alles andere als gesundheitsförderlich. Die Schleimhäute der Atmungsorgane drohen dann auszutrocknen, womit allerlei Krankheitserregern Tür und Tor geöffnet werden. Vorsicht aber auch bei Zugluft: Hier blüht schnell mal die Gefahr einer Augenentzündung. Und gar nicht toll finden es die Hunde, wenn in der Wohnung geraucht wird. Bewegt man sich hingegen auch im Winter mit den Tieren ausreichend im Freien und herrschen in der Wohnung keine tropischen Temperaturen, schlagen Hund und Halter einer Erkältung meist ein Schnippchen.

9. Wenn der Hund Schnee frisst

Kennen Sie das auch? Kaum liegt die weiße Pracht, stürzt sich so mancher Hund in den Schnee, um sich damit den Bauch vollzustopfen. Die Tiere reagieren dabei in Folge recht unterschiedlich. Während es manchen Hunden überhaupt nichts ausmacht, erkranken andere Vierbeiner schnell an einer Schnee-Gastritis, einer akuten Magenschleimhautentzündung. Diese Erkrankung ist oft auch die Folge bei verunreinigtem Schnee. Salz und Splitt reizen die Magenschleimhäute der Tiere zusätzlich, im Fall von Streusalz kann es sogar zu ernsthaften Vergiftungen führen. Empfindliche Tiere sollten deshalb vom Schneefressen abgehalten werden und auch nicht mit Schneeball-Wurfspielen dazu animiert werden.

Thomas Ruffershöfer

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